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11.12.2016 - 02:04
Foto: tvthek.orf.at

Flüchtlinge: Wilde Prügelszenen in Spielfeld

26.10.2015, 11:03
Nach wie vor strömen täglich Tausende Flüchtlinge über Slowenien nach Österreich. Bis zu 4300 Flüchtlinge haben sich am Sonntag in der Sammelstelle Spielfeld aufgehalten. Kurz nach Mittag war ein Strom von etwa 2500 Menschen aus Slowenien in die Südsteiermark eingereist. Bei den Bussen kam es zu einem starken Andrang, "es wurde aber niemand gefährdet oder verletzt", betonte die Polizei. Zwar laufen Ankunft und Transfer der Flüchtlinge nun geordneter ab, doch immer wieder kommt es auch zu turbulenten Situationen. Der ORF sendete am Sonntagabend Aufnahmen, die eine wilde Prügelei zwischen mehreren Flüchtlingen in Spielfeld zeigen.

Durch das rasche Eingreifen der Polizei konnte zwar Schlimmeres verhindert werden. Die Nerven liegen aber weiterhin blank, wie die Bilder beweisen. Die ORF- Aufnahmen aus Spielfeld können Sie sich hier ansehen. 

Foto: tvthek.orf.at
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Durch das rasche Einschreiten der Polizei konnte Schlimmeres verhindert werden.
Foto: tvthek.orf.at
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Foto: tvthek.orf.at

Tausende erwartet, Notunterkünfte so gut wie voll

Rund 2800 Flüchtlinge haben Montagfrüh in der Sammelstelle Spielfeld auf den Weitertransport in Notunterkünfte gewartet. Laut Polizei und Bundesheer ist die Nacht "ohne nennenswerte Friktionen" vorübergegangen. Im Laufe des Nationalfeiertags werden wie schon in den vergangenen Tagen Tausende Migranten an der steirisch- slowenischen Grenze erwartet. 49 Busse stehen für die Transporte zur Verfügung.

Die beiden Notunterkünfte in Graz und Feldkirchen bei Graz waren laut Rotem Kreuz so gut wie voll. Mit 400 Menschen war der ehemalige Bellaflora in Feldkirchen komplett belegt, im früheren Euro- Shopping- Center in Graz- Webling hielten sich gegen 9 Uhr etwa 1800 Migranten auf. Platz sei für etwa 2000 Menschen.

"Taxlerkrieg" zwischen Wien und der Steiermark

Taxilenkern ist es weiterhin erlaubt, Flüchtlinge zu fahren, sofern diese ihren Fuhrlohn selbst begleichen können. Fahrten nach Salzburg werden um rund 600 Euro, jene nach Wien um etwa 400 Euro angeboten. Da am Sonntag der Andrang von Taxilenkern aus Wien den steirischen Kollegen zu groß wurde, forderten sie ihren Gebietsschutz ein. Die direkte Zufahrt zur Grenze wurde vom Innenministerium untersagt. Nach einigem Hin und Her zogen die Wiener Taxler wieder ab und der kurze "Taxlerkrieg" war beendet.

Hilfskräfte rechnen mit längerem Einsatz

Das Rote Kreuz Steiermark versorgte die Menschen weiterhin mit Grundnahrungsmitteln, Decken und Tee. Zudem müssten Erkältungskrankheiten und kleinere Verletzungen behandelt werden, hieß es. Die Rettungsorganisation hatte am Sonntag mehr als 100 Mitarbeiter im Flüchtlingseinsatz. Indessen werden die Soldaten des Bundesheeres auf einen länger dauernden Einsatz vorbereitet. Neben den Versorgungsmaßnahmen sollen Psychologen und Militärseelsorger den Einsatzkräften zur Seite stehen.

Rotes Kreuz und Caritas nehmen Spenden entgegen

Das Rote Kreuz bat Privatpersonen auf Sachspenden direkt bei den Sammelstellen zu verzichten. Die Güter können aber bei den Transitquartieren im ehemaligen Euro- Shopping- Center sowie beim früheren Bellaflora- Geschäft abgegeben werden. Sach- und Kleiderspenden nehme die Caritas in jedem "Carla- Markt" werktags entgegen. Die Außenstelle in Leibnitz habe auch am Nationalfeiertag von 9 bis 15 Uhr geöffnet. Gebraucht wurden warme Winterkleidung wie Pullover, Mäntel, Jacken und Socken sowie feste Schuhe und Babykleidung.

Aus dem Archiv: "Krone"- Lokalaugenschein in Spielfeld:

Video: Christian Schulter

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26.10.2015, 11:03
red/AG
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