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02.12.2016 - 19:43
Das Internat wurde bei dem Feuer völlig zerstört.
Foto: fotokerschi.at

Feuerinferno in Internat: Quartiersuche läuft

12.05.2016, 07:47

Nach dem Feuerinferno im Internat Schloss Ebenzweier im oberösterreichischen Altmünster läuft die Quartiersuche des Landes für 265 Berufsschüler auf Hochtouren, und das LKA sucht den "Zündler". Am Mittwoch gegen 17 Uhr konnte endlich "Brand aus" gegeben werden.

Wohin mit dem 5. Lehrgang, der am Montag hätte beginnen sollen? Diese Frage beschäftigt derzeit die Schulbehörden. Fix ist mittlerweile, dass die 265 Berufsschüler am kommenden Mittwoch erstmals in Altmünster unterrichtet werden. 154 von ihnen werden im 46 Kilometer entfernten Stift Kremsmünster einquartiert, 42 Jugendliche in der Berufsschule selbst und 26 in der Berufsschule Gmunden. 36 Mädchen sollen in der Landwirtschaftsschule Vöcklabruck unterkommen. 20 Berufsschüler leben in der Umgebung, dürfen daher zu Hause schlafen.

52 Einsatzstunden für die Helfer

Während diese "Herbergssuche" mehr oder weniger abgeschlossen ist, hat die Feuerwehr immer noch alle Hände voll zu tun: 50 Helfer versuchten am Mittwoch noch die Glutnester in den Zwischendecken zu löschen. Dann - um exakt 17.01 Uhr und nach 52 Einsatzstunden - konnte Einsatzleiter Christian Gruber endlich vermelden: "Brand aus!" Nun sollen Gutachter die Brandruine unter die Lupe nehmen, "dann wird sich weisen, wie's weitergeht", sagt LH- Vize Thomas Stelzer - als Bildungsreferent kümmert er sich um die Folgen des Großbrandes.

Inzwischen haben Brandermittler des LKA jene Gruppe von Schülern befragt, die vor dem Schloss geraucht und wohl so den Brand verursacht hat. Alle beteuern, die Zigarettenstummel ordentlich entsorgt zu haben.

LH-Vize Thomas Stelzer im Gespräch mit einem Feuerwehrmann: "Das Schloss ist zum Glück versichert."
Foto: fotokerschi.at

"Das Schloss ist zum Glück versichert"
"Krone":
Wie geht es mit dem so schwer beschädigten Gebäudekomplex weiter?
Thomas Stelzer: Da sind jetzt die Experten am Zug. Gutachter und das Bundesdenkmalamt schauen sich die Schäden an. Erst dann können wir entscheiden, was zu tun ist. Teilweise stehen ja nur noch die Fassaden, da ist es interessant, wie man in Zukunft den Innenraum gestalten kann.

"Krone": Das uralte Schloss steht unter Denkmalschutz.
Stelzer: Daher ist jetzt auch das Bundesdenkmalamt am Wort. Nicht alles muss schützenswert sein.

"Krone": Wie hoch ist denn die Schadenssumme?
Stelzer: Das ist noch unklar, aber wahrscheinlich im zweistelligen Millionenbereich. Wir sind versichert. Uns beschäftigt derzeit mehr, wie wir im Herbst weitermachen. Das Schloss wird ja nicht so schnell restauriert werden können, wir benötigen also ein Provisorium für die nächsten Kurse. Wir müssen ja den Betrieb im kommenden Schuljahr garantieren.

12.05.2016, 07:47
Christoph Gantner, Kronen Zeitung/red
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