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28.06.2017 - 17:37
Foto: APA/HELMUT FOHRINGER (Symbolbild)

Fensterbohrer nach 55 Einbrüchen gefasst

13.06.2014, 10:01
Das Landeskriminalamt Oberösterreich hat nach mehrmonatigen Ermittlungen einen 39-jährigen Albaner, der in Salzburg und Oberösterreich als Fensterbohrer 55 Einbrüche begangen haben soll, erwischt. Beim Verhör gab der Asylwerber an, bereits 13 Jahre wegen Mordes abgesessen zu haben. Den Asylantrag hatte der Verdächtige noch dazu mit der Begründung gestellt, er habe Angst vor Blutrache.

"Der Verdächtige hat bei der Einvernahme angegeben, dass er in Albanien 13 Jahre wegen Mordes gesessen ist. Wir haben aber noch keinen Strafauszug", erklärt der Salzburger Staatsanwalt Robert Holzleitner. Beim Asylantrag gab der Albaner sogar an, aus Angst vor Blutrache geflohen zu sein, weil er einen Landsmann mit einer Kalaschnikow erschossen hatte. Als der 39- Jährige nach 13 Jahren aus dem Gefängnis kam, bangte er um sein Leben.

55 Einbrüche in Österreich begangen

Doch in Österreich verhielt sich der Asylwerber auch nicht gerade wie ein braver Bürger: Das Landeskriminalamt konnte dem 39- Jährigen nachweisen, dass er von Dezember bis Ende April vorwiegend in Oberösterreich und in Salzburg als Fensterbohrer 55 Einbrüche beging und sieben Autos stahl. Sein Werkzeug war ein Spezialbohrer, den er mithilfe eines Windeisens benutzte. In der Nacht, in lautloser Handarbeit, bohrte der Gauner laut Polizei unterhalb der Griffe die Fenster auf und stieg dann in die Häuser ein, während die Bewohner schliefen.

Weil der Verdächtige keinen Führerschein besitzt, ließ er sich von Komplizen zu Beutezügen kutschieren. Bereits am 20. Dezember hätte die Polizei den Fensterbohrer beinahe erwischt. Aber bei der Anhaltung in Eferding gaben die Gauner Gas, durchbrachen mit ihrem gestohlenen Auto einen Weidezaun und entkamen in der Dunkelheit.

Bei Festnahme Pistole unter Polster versteckt

Erst Ende Mai konnte der Albaner nun in seinem illegalen Zweitwohnsitz in einem Bauernhof in Breitenaich gefasst werden. Gemeldet war der Verdächtige in Bad Hofgastein. Bei dem polizeilichen Zugriff hatte der Albaner eine durchgeladene Pistole unter seinem Kopfpolster versteckt.

Der Verdächtige sitzt mittlerweile in Salzburg in Untersuchungshaft, er leugnet, doch die Indizien sind erdrückend: Es gibt viele DNA- Spuren: So hinterließ der Verdächtige bei einem seiner Coups sogar seine Schuhe, wahrscheinlich, weil er von einem Hausbesitzer gestört worden war. Außerdem hatte der 39- Jährige Diebsbeute bei sich. Der Schaden beträgt 60.000 Euro.

13.06.2014, 10:01
Christoph Gartner, Kronen Zeitung/red
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