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10.12.2016 - 15:56
Dieser Felsbrocken blieb kurz vor den spielenden Kindern und dem Haus liegen.
Foto: Gerhard Schiel

Felsbrocken in Salzburg beinahe in Haus gedonnert

04.04.2016, 09:05

Durch die Unvorsichtigkeit eines Landwirtes ist es am Freitag in Salzburg fast zu einer Katastrophe gekommen: Steine, die er zum Absichern eines Weges verwenden wollte, stürzten über einen Hang in Bad Hofgastein, rollten mehrere Hundert Meter hinab und blieben auf einer Wiese liegen - knapp vor spielenden Kindern und einem Haus...

Siegfried Stürzenbecher hielt sich am Freitag gerade im Wohnzimmer auf, als er ein ungewöhnliches Geräusch hörte. "Es hörte sich irgendwie an, als würde jemand mit Gummistiefeln über die Wiese trampeln, um die Erde aus der Sohle zu bringen", beschreibt der Bad Hofgasteiner den Moment. Er ging auf seine Terrasse um nachzusehen, ob vielleicht ein Gast vorbeigekommen ist, konnte aber niemanden entdecken.

Siegfried Stürzenbecher
Foto: Gerhard Schiel

"Als ich mich dann umdrehte, sah ich schließlich diesen riesigen Stein auf der Wiese gegenüber des Hauses liegen", traute er seinen Augen kaum. Der Felsen war von einem Weg bei der Angertalstraße über einen Hang und ein Feld gedonnert. Kurz vor der darunterliegenden Straße ist er schließlich liegen geblieben. Ein Glück: Denn ansonsten wäre der Brocken mit Sicherheit im Haus von Stürzenbecher gelandet.

Ein zweiter Stein - er war etwa kopfgroß - hatte sich ebenfalls gelöst. Er blieb ein paar Meter neben dem anderen liegen. "Hätte er nicht gestoppt, hätte er womöglich die spielenden Nachbarskinder erwischt", ist Stürzenbecher froh, dass niemanden etwas passiert ist.

Gleichzeitig ist aber auch der Ärger groß. Denn das Ganze ist wohl nur passiert, weil ein Landwirt nicht umsichtig genug gearbeitet hat. Der Mann hatte sich die Felsen geholt, um mit diesen das Gelände eines Ziehweges abzusichern. Dabei sind ihm die Steine dann wohl abgekugelt. "Ich habe mit dem Verursacher schon darüber gesprochen, er hat sich sehr oft entschuldigt", sagt Stürzenbecher.

04.04.2016, 09:05
Iris Wind, Kronen Zeitung
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