Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
07.12.2016 - 14:12
Im Mai 2012 erschoss ein Vater seinen achtjährigen Sohn in einer Volksschule in St. Pölten.
Foto: APA/PAUL PLUTSCH

Familientragödien: Die schrecklichsten Fälle

01.12.2016, 15:43

Das schreckliche Familiendrama am Donnerstag im niederösterreichischen Mostviertel sorgt für Entsetzen in Österreich. Die Tragödie ist freilich nur der jüngste Fall in einer langen Reihe ähnlicher Verbrechen: Immer wieder treiben Beziehungskrisen, psychische oder finanzielle Probleme sowie Überforderung Menschen zu Bluttaten innerhalb des Familienverbandes. Väter, Mütter oder Kinder töten in scheinbar ausweglosen Situationen. Oft sind psychische Probleme der Täter oder Täterinnen Auslöser.

Im Folgenden einige besonders dramatische Fälle seit dem Jahr 2000:

Oktober 2016:

Ein Polizist erschießt in Wien seine schwangere Freundin und erwürgt am nächsten Tag seinen 21 Monate alten Sohn. Der 23- Jährige täuscht erst eine Abgängigkeit der jungen Frau und des Kindes vor. Der Fall wird nach mehreren Tagen geklärt, der Polizist legt ein Geständnis ab. Da der Fall noch nicht gerichtlich aufgearbeitet ist, gilt für ihn die Unschuldsvermutung.

Juni 2015:

Ein 19- jähriger Kärntner rast mit seinem Auto auf der A2 bei Velden in den Tod. Als die Polizei die Eltern des jungen Mannes verständigen wollte, fand sie deren Leichen. Der Mann und die Frau waren in der Nacht zuvor vom Sohn erstochen worden.

September 2013:

In einer Wohnung in Wien- Ottakring tötet eine Frau zwei ihrer vier Kinder, schneidet sich anschließend die Pulsadern auf und stürzt sich aus dem Fenster. Entgegen ärztlicher Prognosen überlebte die Frau den Sturz aus dem vierten Stock.

Foto: APA/Herbert Neubauer

März 2013:

In Marchegg im niederösterreichischen Bezirk Gänserndorf tötet ein Mann seine Frau und seine Tochter mit einer Schusswaffe. Dann bringt sich der 48- Jährige um. Das Einsatzkommando Cobra wird wegen einer angeblichen Geiselnahme angefordert. Als das Verhandlungsteam keinen Kontakt zu dem angeblich in einem Einfamilienhaus verschanzten Mann herstellen kann, verschaffen sich die Beamten Zutritt und entdecken die Leichen.

November 2012:

Im Tiroler Bezirk Kufstein ersticht ein 51- Jähriger seine beiden 13 und 23 Jahre alten Söhne mit einem Küchenmesser und tötet sich danach selbst. Die heftige Gegenwehr der Opfer bleibt wirkungslos. Über das Motiv des Mannes herrscht Rätselraten.

Mai 2012:

Ein 37- Jähriger holt seinen Sohn aus dem Klassenzimmer. In einer Garderobe schießt er dem Achtjährigen in den Kopf und flüchtet. Der Mann wird eineinhalb Stunden später tot aufgefunden. Er hat sich erschossen. In der Familie gab es offenbar immer wieder Auseinandersetzungen und Polizeieinsätze wegen gewalttätiger Ausschreitungen des Vaters.

März 2012:

Furchtbarer Fund in Reichenau im oberösterreichischen Mühlkreis: Eine Mutter hatte ihren vierjährigen Sohn getötet und danach versucht, sich das Leben zu nehmen. Sie hinterlässt einen Abschiedsbrief. Zu dessen Inhalt macht die Polizei keine Angaben.

Dezember 2011:

In Innsbruck ertränkt eine Mutter ihre siebenjährige Tochter in der Badewanne. Die schwer verstörte Frau gesteht die Tat, kann zu ihrem Motiv zunächst aber keine Angaben machen.

Foto: APA/Robert Parigger

Dezember 2009:

In einem Hotel in Wien- Hietzing bringt eine Mutter ihren zweijährigen Sohn um und tötet sich selbst. Die Frau hinterlässt einen Abschiedsbrief, in dem sie schreibt, dass sie keinen anderen Ausweg gesehen habe. Nähere Angaben zum Motiv macht sie nicht.

Jänner 2008:

Ein 41- Jähriger erstickt seinen zehnjährigen Sohn in Graz. Hintergrund sind die wiederholten Streitigkeiten mit seiner geschiedenen Frau. Eigentlich wollte er diese töten, doch sie habe ihn nie in die Wohnung gelassen, gibt der Täter bei der Polizei an.

Jänner 2006:

Ein 50- jähriger Frühpensionist tötet nach einem Streit mit seiner Frau vier seiner fünf Kinder im niederösterreichischen Mauerbach. Auf der Flucht wird der Mann beim Versuch, eine Polizeisperre zu durchbrechen, erschossen. Hintergrund des Streits sind finanzielle Probleme in der Familie.

Foto: APA/Roland Schlager

Juli 2005:

Eine 45- jährige Mutter erschlägt in Graz ihre beiden halbwüchsigen Söhne im Schlaf mit einer Hacke. Anschließend fährt sie mit dem Zug nach Wien, wo sie von der Polizei festgenommen wird. Die Frau leidet seit Jahren an Depressionen. Vor Gericht sagt sie, sie habe ihren Kindern ein Leben wie das ihre ersparen wollen.

Oktober 2004:

Im Salzburger Saalfelden ertränkt eine 35- jährige Mutter ihre fünfjährige Tochter in der Badewanne und versucht danach, sich das Leben zu nehmen. Das Motiv der geschiedenen Frau: Sie wollte ihr Kind nicht mit dessen Vater teilen.

März 2004:

Eifersucht auf die Ehefrau ist das Motiv eines Familiendramas in Semriach bei Graz: Ein Landwirt tötet seine beiden neun- und elfjährigen Kinder sowie sich selbst. In einem Abschiedsbrief schreibt er, dass er seinen Sohn und seine Tochter in den Tod mitnehme, damit seine Frau ein glückliches Leben führen könne. Seit Längerem hat diese einen Freund.

Dezember 2003:

Ein 28- Jähriger fügt seinem dreijährigen Sohn mit einem Messer Verletzungen zu und wirft ihn dann oberhalb des Kraftwerks Greifenstein im niederösterreischischen Bezirk Tulln in die eiskalte Donau. Auch er selbst stürzt sich ins Wasser, rettet sich dann aber ans Ufer. Motiv ist ein Streit mit seiner geschiedenen Frau.

März 2003:

Im Vorarlberger Feldkirch erschießt ein Vater seinen 19 Monate alten Sohn, den seine Frau gerade im Arm hält, und tötet sich selbst. Der Hintergrund der Tat sind Eheprobleme, die Frau hat drei Wochen zuvor die Scheidung eingereicht. Sie, ein weiterer, 15 Jahre alter Sohn und ein Freund des Burschen überleben die Tat körperlich unversehrt.

Foto: APA/MOMA Fotografenmeister/Mathis

September 2001:

Ein Vater holt seinen dreijährigen Sohn bei der Kindesmutter in Neustift im Tiroler Stubaital ab und fährt mit ihm in die Sillschlucht. Auf einem Kinderspielplatz erwürgt er den Dreijährigen. Hintergrund der Tat ist ein Beziehungsdrama, das sich zwischen den Eltern des Buben abspielt. Das Paar lebt zum Zeitpunkt der Tat nach vierjähriger Ehe getrennt voneinander.

August 2001:

Eine Grazerin ersticht ihren kleinen Sohn kurz vor dessen fünften Geburtstag. Die Frau leidet seit Längerem unter Depressionen, sie bleibt stundenlang neben der Leiche sitzen.

Jänner 2000:

Eine 24- jährige Frau erdrosselt in Wien- Landstraße ihre beiden Kinder (zwei und acht Jahre). Von der mutmaßlichen Täterin fehlt bis heute jede Spur. Es wird vermutet, dass sie Selbstmord begangen hat. Das Motiv liegt in Schwierigkeiten mit ihrer Familie: Die 24- Jährige wurde, nachdem sie bei einem Ladendiebstahl erwischt worden war, von ihren Angehörigen "geschnitten".

Foto: APA/PFARRHOFER Herbert

01.12.2016, 15:43
red/AG
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum