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03.12.2016 - 23:18
Nach wie vor ist unklar, wie viele Passagiere an Bord waren. Weitere Tote werden befürchtet.
Foto: AP

Fährunglück: "Albtraum" für Österreicher zu Ende

31.12.2014, 13:00
Die beiden österreichischen Passagiere, die am längsten an Bord der brennenden Autofähre "Norman Atlantic" ausharren mussten, konnten nun endlich ihre Heimreise antreten. Gemeinsam mit der Mutter eines der beiden Österreicher konnten sie endlich vom Flughafen Brindisi abheben. Zwischenzeitlich war der Flughafen wegen verschneiter Pisten gesperrt gewesen.

Nach einem Zwischenstopp in Rom geht es dann weiter Richtung Österreich. Die beiden Österreicher - der Vorarlberger Cengiz Hazir und der Salzburger Hilfsorganisator Erwin Schrümpf - waren zunächst im Hafen von Brindisi nach der Landung medizinisch versorgt worden. Der Vorarlberger hatte keine Dokumente mehr - sie alle gingen beim Brand verloren.

"Ein Albtraum ist zu Ende"

"Ein Albtraum ist zu Ende gegangen, jetzt können wir Silvester feiern", sagte Hazir in einem Gespräch mit der APA. Auf ihn wartete die 65- jährige Mutter, die mit ihm an Bord der "Norman Atlantic" war und bereits vor ihrem Sohn gerettet werden konnte.

Sie war am Montag unterkühlt in das Krankenhaus der apulischen Stadt Galatina eingeliefert worden, ist jedoch bereits entlassen worden. Aus Dornbirn war ein weiterer Sohn der Frau in Brindisi eingetroffen, um seine Angehörigen in die Heimat zu begleiten. Das Personal der Botschaft organisierte die Heimfahrt.

"Menschen sprangen ins Meer"

Der Vorarlberger wird die Schifffahrt wohl nie wieder vergessen: "Gott sei Dank ist alles zu Ende. Es war ein schlimmer Albtraum, ich wünsche niemandem, dass er so etwas erleben muss. Feuer, Geschrei, Blut, Prügeleien: Ich habe Menschen gesehen, die in Panik vor den Flammen ins Meer gesprungen sind."

Aufatmen durfte auch der Salzburger Manuel Merseburger (25). Er wird seinen Vater, den Salzburger Hilfsorganisator Erwin Schrümpf, zu Silvester wieder in die Arme schließen können. "Die Erleichterung ist natürlich groß. Ich weiß jetzt, dass mein Vater in Sicherheit ist. Wie es ihm gesundheitlich wirklich geht, wird sich erst herausstellen", so Merseburger gegenüber der "Krone".

Anzahl der Passagiere noch unklar - mehr Tote befürchtet

Bisher wurden elf Tote Menschen tot geborgen, die an Bord des Schiffes waren. Zudem kamen zwei albanische Einsatzkräfte beim Abschleppversuch der Fähre ums Leben, als ein Tau riss. Die Behörden befürchteten unterdessen, dass weit mehr Menschen ums Leben gekommen sein könnten, da nach wie vor nicht ganz klar ist, wie viele Menschen tatäschlich an Bord der Fähre waren . Die Bergungsarbeiten werden durch schlechtes Wetter behindert.

31.12.2014, 13:00
AG/Kronen Zeitung/red
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