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22.07.2017 - 17:38
Dieser "LED Spinner" der Firma Lenwood darf vorerst nicht verkauft werden.
Foto: RAPEX

EU- Behörde nimmt diesen "Fidget Spinner" vom Markt

16.07.2017, 09:41

"Fidget Spinner" sind diesen Sommer der Trend unter den Kindern und Jugendlichen. Sie sollen beim Konzentrieren helfen oder einfach Zappelphilippe ein bisschen beruhigen - doch man muss aufpassen, welches Produkt man sich zulegt. Denn RAPEX, das europaweite Schnellwarnsystem für unsichere Produkte, meldete, dass der "LED Spinner" des Herstellers Ledwood EU- weit nicht mehr verkauft werden darf, bis die Mängel behoben sind.

Der EU- Behörde  zufolge entspricht das Produkt nicht den europäischen Rechtsvorschriften über die Sicherheit von Spielzeug. Der Grund: Weil der Spinner leuchtet, hat er Knopfbatterien eingebaut. Aber: Diese Knopfbatterien sind für Kinder leicht zugänglich.  Wird eine Knopfzelle verschluckt, kann dies zu schweren inneren Verletzungen führen.

Dieser "LED Spinner" der Firma Lenwood darf vorerst nicht verkauft werden.
Foto: RAPEX

Kinderarzt: Batterien können Loch in Speiseröhre brennen

Besonders tückisch seien Knopfbatterien, wenn sie die Speise- oder Luftröhre blockieren. Durch ihre Spannung oder austretende Säure könne sogar ein Loch in die Speiseröhre gebrannt werden, so Dr. Hermann Josef Kahl, Kinder- und Jugendarzt sowie Bundespressesprecher des deutschen Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte.

Anzeichen, dass ein Kind etwas verschluckt hat, können Erbrechen, übermäßiger Speichelfluss, Husten und Würgen sein, aber auch unerklärliche Probleme beim Schlucken oder Atmen. "Dies ist Notfall, bei dem der Notarzt gerufen werden muss!", so Kahl gegenüber dem Magazin "Clean Kids". Wird die Batterie nicht innerhalb von zwei Stunden entfernt, können lebensgefährliche Komplikationen auftreten. Gefährlich sei auch, wenn Kinder die Batterien nicht verschlucken, sondern sie sich in die Nase oder das Ohr stecken.

Foto: thinkstockphotos.de

Batterien dürfen nicht in die Hände von Kleinkindern gelangen

Eltern sollten besonders darauf aufpassen, dass ihre Kinder keinen Zugang zu Batterien haben. Bei Geräten ist es sicherer, Produkte zu verwenden, bei denen ein Schraubenzieher zum Freilegen der Batterie benötigt wird. Ist dies nicht der Fall, das Batteriefach am besten mit einem starken Klebeband umwickeln.

Redaktion
krone.at
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