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08.12.2016 - 14:20
Foto: dpa/Philipp Schulze, Polizei, krone.at-Grafik

Erlegter Wolf wurde längere Zeit in Käfig gehalten

12.07.2014, 10:09
Der Abschuss eines Wolfes durch einen Bauern im Oberen Drautal in Kärnten wird jetzt wohl zum Kriminalfall. Das getötete Tier dürfte schon vorher mit Menschen in Kontakt gewesen sein. Veterinärmediziner vermuten nach Untersuchungen des Gebisses, dass der erschossene Wolf, der von Slowenien nach Kärnten gewandert war, eine Zeit lang in einem Käfig eingesperrt gewesen sein dürfte.

"Diese massiven Zahnfrakturen sind durch natürliches Verhalten nicht zu erklären", steht im Befund des Forschungsinstitutes für Wildtierkunde der Veterinärmedzinischen Universität Wien: "Eine mögliche Käfighaltung für einen gewissen Zeitraum muss durchaus in Erwägung gezogen werden."

Der Wolf ist laut dem internationalen Wolfsmonitoring erstmals im Winter/Frühjahr 2012 in der Nähe des "Vremsica"- Rudels von Postojna (Slowenien) in Erscheinung getreten. Anfang August 2012 riss er dann ein Schaf in den Karawanken. Die Daten könnten zu Wolf AT- 10M passen, der im September 2012 ebenfalls in den Karawanken und 2013 am Reißeck nachgewiesen werden konnte. Danach verliert sich seine Spur.

Anzeige bei Staatsanwaltschaft eingebracht

Christian Hölzl vom Österreichischen Tierschutzverein ist über die neuen Entwicklungen schockiert: "Eine Käfighaltung würde erklären, warum der Wolf sich in einer Scheune versteckt hat, was laut Experten weltweit einzigartig war." Auch eine Verletztung an der Pfote des Wolfes ließe sich so viel einfacher erklären: "Das Tier könnte in eine Falle getreten sein und wurde danach eingesperrt." Hölzl hofft jetzt auf die Arbeit der Justiz. Er hat bereits Anzeigen bei Staatsanwaltschaft und Bezirksbehörde eingebracht.

Aufklärung fordert auch Jagdreferent Christian Ragger, der jedoch festhält, dass der Wolf aufgrund der nun feststehenden Ergebnisse früher oder später zu einem Problemfall geworden wäre - immerhin hatte der Wolf offenbar keine Angst vor Menschen.

12.07.2014, 10:09
Hannes Wallner, Kronen Zeitung/red
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