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04.12.2016 - 20:17
Foto: Andi Schiel, krone.at / Video: krone.tv

Empörung im Netz: "Wer zahlt das? Wo leben wir?"

29.07.2014, 06:05
Polizisten gegen Hausbesetzer. Ein Panzer gegen Sperrmüll. Wasserwerfer gegen Eier, Federn und Farbe. Die Räumung der sogenannten Pizzeria Anarchia in Wien-Leopoldstadt hat am Montag nicht nur bei Politikern, sondern auch in der Internetgemeinde für Empörung gesorgt. "Wo leben wir?", fragte ein verdutzter User.

"Wahnsinn, was geht dort ab? Was kostet uns der Einsatz wieder? Einfach durchgreifen und das Haus räumen. Das darf es doch nicht geben", zeigte sich krone.at- User "Durchblicker" über die Geschehnisse rund um die Räumung des besetzten Hauses empört. "Jeden, der gegen die Räumung ist, begreife ich nicht, es gibt Gesetze und Vorschriften", pflichtet User "hannibal1449" bei.

Gerade die Kosten für den Großeinsatz, an dem zu Spitzenzeiten laut "Krone"- Informationen 500 Polizisten direkt vor Ort waren, sorgten im Netz für reichlich Diskussionsstoff: "Eigentlich gehört dieser Einsatz mit all seinen Folgen dem Eigentümer verrechnet", "Wir dürfen nur mehr für diese immer mehr werdenden Idioten zahlen", "Der Polizeieinsatz gehört eigentlich dem Vermieter verrechnet, der langfristig diese Situation provoziert hat", war im krone.at- Forum zu lesen.

"Wo lebe ich eigentlich?"

Auch auf Twitter wurde der Räumungseinsatz natürlich beobachtet und fleißig kommentiert. "Hausbesitzer wollte über Punks Mieter rausekeln. Jetzt braucht er Massen an Polizei & Republik darf diese Spekulation zahlen", twitterte Albert Steinhauser. "Wäre die Sache mit #pizzableibt  nicht so verdammt ernst, würde ich glauben, die drehen da einen Film. Wo lebe ich eigentlich?", fragte sich ein weiterer User.

Andere Twitter- Nutzer wirkten bereits resigniert: "Und erneut erleben wir in der Mühlfeldgasse im 2. Bezirk den Unterschied zwischen Recht und Gerechtigkeit." Auch Armin Wolf meldete sich zur aktuellen Thematik auf Twitter zu Wort und nahm auf eine Aussage von FP- Generalsekretär Harald Vilimsky Bezug: "@vilimsky schreibt: 'Wäre ich Innenminister, wäre diese Sache in 30 Minuten bereinigt', verrät allerdings nicht, wie."

Neben Vilimsky äußerten sich aber noch einige weitere Politiker zum Räumungseinsatz. So kritisierte etwa Georg Prack, Landessprecher der Wiener Grünen, dass der Einsatz "in keinem Verhältnis zum Anlass" stehe. Er bezeichnete den Polizeieinsatz am Montag als "überbordend" und ortete in der Causa einen "üblen Fall von Immobilien- Spekulation", deren Handwerk mit der nunmehrigen Räumung letztlich verrichtet werde.

FPÖ: "Pöbel" zerstört "Lebensqualität der Anrainer"

Viel zu lange habe der "linke Pöbel in der Mühlfeldgasse 12 hausen, die Gegend verdrecken und die Lebensqualität der Anrainer zerstören dürfen", meinte hingegen der Leopoldstädter FPÖ- Obmann Wolfgang Seidl. Der "engagierte und für die Exekutivbeamten auch gefährliche" Einsatz sei absolut gerechtfertigt.

Zudem würden dabei vermummt "neuerlich Straftaten begangen", ergänzte FPÖ- Gemeinderat Wolfgang Jung. "In dem Bewusstsein, dass nachher eine Einzelschuldzuweisung kaum möglich ist."

ÖVP: "Räumung muss akzeptiert werden"

Paul Hefelle, ÖVP- Bezirksrat in der Leopoldstadt, stellte sich ebenfalls hinter die Polizei. Man könne diese nicht zum Sündenbock stempeln. Auch wenn der jetzige Eigentümer das betreffende Haus als Spekulationsobjekt erworben haben sollte, hätten sich die Aktivisten auf den Deal eingelassen.

Nun hätten die Besitzer die Räumung vor Gericht durchgefochten. Damit sei diese rechtskräftig. "Da wir in einem Rechtsstaat leben und uns auch zu diesem uneingeschränkt bekennen, muss die gerichtliche Räumung auch von den Besetzern akzeptiert werden", hieß es seitens der ÖVP weiter.

Besetzung seit zweieinhalb Jahren

Das Gebäude in der Leopoldstadt war seit zweieinhalb Jahren besetzt. Damals war den Besetzern vom Hauseigentümer selbst angeboten worden, in die Immobilie kostenfrei für sechs Monate einzuziehen. Vermutliches Ziel: Die vermeintlichen Störenfriede sollten die letzten Mieter des Hauses gewissermaßen vertreiben. Die Neo- Bewohner solidarisierten sich jedoch mit den Stammmietern und blieben in dem Haus wohnen.

29.07.2014, 06:05
red/AG
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