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07.12.2016 - 21:39
Foto: APA/HELMUT FOHRINGER, APA/SVC/Gerhard Ribnicsek

ELGA: 88 Prozent wollen laut Umfrage bleiben

09.02.2014, 12:29
Während Hausärzte und Datenschützer vor dem "Daten-Monster ELGA" warnen und den Versicherten zum Ausstieg aus dem System raten, sagen die Zahlen einer von der ELGA-GmbH selbst in Auftrag gegebenen Oekonsult-Umfrage, dass sich die meisten Österreicher keineswegs verunsichert zeigen. Demnach erklärten 88 Prozent, in dem System bleiben zu wollen. 71 Prozent halten die Aktionen gegen das System für falsch. Gesundheitsminister Alois Stöger zeigte sich über die breite Zustimmung erfreut.

"Der Vertrauensvorschuss gegenüber der Elektronischen Gesundheitsakte ist groß. Ich bin zuversichtlich, dass der Nutzen von ELGA die Patientinnen und Patienten in ihrer Einschätzung bestätigen wird, wenn im Herbst 2014 die ersten Befunde über ELGA abrufbar sein werden", erklärte Stöger. Informationsquelle Nummer eins sind laut der Umfrage die behandelnden Ärzte. Der Minister appellierte daher an sie, diese Verantwortung wahrzunehmen und sachlich zu informieren.

Zum Thema ELGA wurden Ende Jänner 1.070 Personen zwischen 15 und 82 Jahren befragt. 66,36 Prozent von ihnen möchten "eher" bei ELGA bleiben, 21,5 wollan das definitiv. 12,15 Prozent der Befragten gaben an, sich "eher" abmelden zu wollen. Ganz sicher abmelden wollte sich niemand.

90 Prozent sehen einen Fortschritt

Dementsprechend sehen auch 90,7 Prozent in ELGA einen Fortschritt, den sie nutzen wollen und nur 9,3 Prozent eine Gefährdung, die sie für sich ablehnen. Alles in allem begrüßt wird die ELGA- Einführung von 86 Prozent, abgelehnt von 13 Prozent. Fast 90 Prozent halten auch die im Zuge von ELGA geplante E- Medikation für sehr gut, wichtig und hilfreich.

Mehr als drei Viertel der Befragten hat auch keine Angst um seine Gesundheitsdaten. 77,6 Prozent sind persönlich nicht besorgt, dass diese entwendet oder missbräuchlich verwendet werden könnten, für 21,5 Prozent trifft diese Sorge zu. Allerdings finden in Zeiten von Facebook, Twitter, Bankomatkarten und Überwachungskameras immerhin 45,8 Prozent die "Angstmacherei" über Datensicherheit bei E- Card oder ELGA für angebracht und realistisch, 54,2 Prozent hingegen für konstruiert und überzogen.

Viele wissen gar nicht, was ELGA genau ist

Was aber in diesem Zusammenhang ebenfalls anzumerken ist, dass das Wissen der Österreicher über die Elektronische Gesundheitsakte nicht sehr gut ist. Rund 80 Prozent sehen sich außerstande, einem Außenstehenden zu erklären, worum es dabei geht. Und von jenen 20 Prozent, die glauben zu wissen, was ELGA ist, mussten auf Nachfrage 45 Prozent Selbstüberschätzung eingestehen.

Die Geschäftsführerin der ELGA- GmbH, Susanne Herbek, sieht mit dieser Umfrage den von ihr und dem Gesundheitsministerium verfolgten Kurs bestätigt. "Die Österreicher sind für ELGA", zeigte sich Herbek am Sonntag zufrieden. Einem Teil der Ärzteschaft warf sie "Angstmache" vor.

ELGA- Betreiber: Austritte werden sich in Grenzen halten

Zwar habe die Widerspruchsstelle derzeit rund 8.700 Abmeldeanträge zu bearbeiten - dafür wurde auch zusätzliches Personal eingestellt -, doch Herbek rechnet nicht mit mehr Austritten als den prognostizierten vier bis neun Prozent der Bevölkerung.

Einiges an Kritik wollen sich die Betreiber von ELGA aber zu Herzen nehmen. So sagte Herbek die von der Volksanwaltschaft geforderte bessere Informationsleistung zu. Auch die Benutzerfreundlichkeit solle verbessert werden.

Hauptverband: Krebsabstrich- Betrug mit ELGA unmöglich

Der Hauptverband der Sozialverischerungsträger zeigte sich ebenfalls erfreut über die Ergebnisse der Oekonsult- Umfrage. "Die medizinische Vernunft hat eindeutig die Oberhand über die hysterische Panikmache mancher Vertreter der Ärzteschaft und selbst ernannter Datenschützer behalten", meinte Hauptverbandschef Hans Jörg Schelling.

Schelling verwies auch darauf, dass der Fall einer Wiener Frauenärztin, die über Jahre hinweg PAP- Abstriche zur Krebsvorsorge nicht an die Pathologie weitergeleitet haben soll, mit ELGA künftig nicht mehr möglich sei. "Im Regelfall ist der Befund über den PAP- Abstrich in wenigen Tagen fertig und wird in Zukunft auch über ELGA abrufbar sein. Jede Frau kann dann selbst überprüfen, ob der Test auch tatsächlich durchgeführt wurde und welche Ergebnisse der Test erbracht hat." Das bringe den Frauen endgültige Klarheit und vermindere den zeitlichen Aufwand der Ärzte.

09.02.2014, 12:29
AG/red
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