Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
21.01.2017 - 09:27
Foto: APA/RUBRA

Elf Jahre Haft für Mordversuch an Ex- Frau

06.03.2015, 19:55
Ein 45-jähriger Oberösterreicher ist am Freitag im Landesgericht Linz zu elf Jahren Haft verurteilt worden, weil er versucht haben soll, seine Ex-Frau umzubringen. Vom Vorwurf, er habe auch die drei gemeinsamen Kinder im Alter von zehn, 13 und 18 Jahren töten und die Wohnung anzünden wollen, wurde er freigesprochen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Laut Staatsanwaltschaft hat der Mann im Juli in die Wohnung seiner Ex- Frau in Pasching eingebrochen, wollte sie und die Kinder betäuben, mit einem Messer töten und Feuer legen. Sein Plan sei gewesen, es so aussehen zu lassen, als ob der älteste Sohn die Tat begangen und sich anschließend selbst umgebracht habe, schilderte Staatsanwältin Elisabeth Stellnberger. Motiv sollen 32.000 Euro Alimente- Rückstände gewesen sein.

Foto: Chris Koller

Messer und Benzin "zufällig" dabeigehabt

Die Ausführung der Tat scheiterte aber an der Gegenwehr der Frau, die den Angreifer in die Flucht schlug. Die Version der Anklage basiert auch auf einem Geständnis, das der Angeklagte bei der Polizei abgelegt hat. Vor Gericht sagte er aber plötzlich, er habe diesen Plan nur geträumt und wollte seiner Familie nie etwas antun, sondern nur seine Kinder sehen. Ein Messer und eine Flasche mit Benzin habe er "zufällig" dabeigehabt, ein Fläschchen Aceton, um notfalls seine Ex- Frau am Schreien zu hindern. Er wollte keinesfalls erkannt werden, deshalb trug er eine Strumpfmaske.

Die Ex- Frau des Angeklagten berichtete, dass er nicht nur durch die Alimente, sondern auch durch seinen Lebenswandel Schulden angehäuft habe, obwohl er gut verdiente. Nachdem er sie 2009 völlig unerwartet verlassen hatte, habe er jeden Kontakt zu den Kindern abgebrochen. Seit der Tatnacht leiden sie und die Kinder unter Schlafstörungen, Angstzuständen und psychischen Problemen. "Es vergeht kein Tag, an dem wir nicht daran erinnert werden, welche Folgen das für uns noch immer hat."

Geschworene sahen keinen freiwilligen Rücktritt

Die Geschworenen waren nicht der Ansicht, dass der Angeklagte von seiner Tat freiwillig Abstand genommen hat, wie er selbst behauptet hatte. Das Gericht wertete als mildernd, dass es beim Versuch geblieben war und, dass der Mann vor der Polizei ein Geständnis abgelegt hat, auch wenn er in der Verhandlung wieder etwas anderes sagte. Erschwerend wurde das Motiv - Alimente- Schulden - gesehen. Die Staatsanwältin gab keine Erklärung ab. Die Verteidigung erbat Bedenkzeit.

06.03.2015, 19:55
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum