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06.12.2016 - 20:03
Foto: Zwefo, Krone, krone.at-Grafik

Eislady: "Ich werde immer für jeden Tag leiden"

21.03.2015, 16:52
Zurück an den Absender! Ein Brief, den Estibaliz Carranza, verurteilt wegen zweifachen Mordes, an die Mutter ihres zweiten Opfers schrieb, ist jetzt aufgetaucht und wurde der "Krone" zugespielt. Die Eislady zerfließt darin förmlich in Selbstmitleid. Dahinter dürften immense Schuldgefühle stecken. Und Angst.

"Ich schreibe dir diesen Brief, damit du weißt, dass ich immer, jeden Tag meines Lebens wegen meiner furchtbaren Taten leide und leiden werde." Diese Worte, geschrieben mit blauem Kuli auf weißem DIN- A4- Blatt, richtet Estibaliz Carranza (37) an die Mutter ihres zweiten Mordopfers.

An die Frau, die einmal ihre Schwiegermutter war. "In unseren Gesprächen hat Frau Carranza immer wieder gesagt, dass sie die Morde an den beiden Männern nicht begangen hätte, wäre sie zu den Tatzeitpunkten schon Mutter gewesen", erklärt Buchautorin Martina Prewein, die die Geschichte der Doppelmörderin aufgezeichnet hat . Ein Glaubensgrundsatz habe sich in ihr verfestigt: "Eine Frau, die einer Mutter ihr Kind nimmt, hat kein Recht auf Glück."

Schuldgefühle gegenüber Müttern der Opfern

Carranza habe den Müttern ihrer Opfer gegenüber deshalb immense Schuldgefühle, möglicherweise sogar größere als gegenüber den Opfern selbst. "Es plagen sie auch Albträume, in denen die Mütter der beiden vor ihr stehen und drohen, ihr dasselbe anzutun, nämlich ihr Kind zu töten."

Carranza, die sich eine Überstellung nach Spanien wünscht, wo ihr kleiner Sohn lebt, ist derzeit in Linz. Dort wird sie von Psychiaterin Adelheid Kastner erneut untersucht. Sollte sie noch immer als hochgradig abnorm eingestuft werden, muss sie in Österreich bleiben.

"Die wahre Geschichte der Eislady" ist inzwischen auch als Hörbuch erschienen - gelesen mit schaurig- schöner Stimme von der deutschen Schauspielerin Jo Kern. Und: Die Filmrechte dürften bald verkauft werden. Den Zuschlag soll laut Verlag ein österreichischer Produzent erhalten.

21.03.2015, 16:52
Conny Bischofberger, Kronen Zeitung
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