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26.06.2017 - 13:18
2007 kam der Reisepass mit Mikrochip – viele laufen demnächst ab
Foto: APA/HANS KLAUS TECHT

Einbürgerungen: Zahlen im Vorjahr wieder gestiegen

16.02.2016, 12:38

8265 Personen haben laut Statistik Austria im Vorjahr die österreichische Staatsbürgerschaft erhalten. Das sind um 7,4 Prozent mehr als 2014, womit sich der Trend eines leichten Anstiegs seit 2011 fortsetzt. Mehr als ein Drittel der neuen Österreicher wurde bereits im Land geboren. Größte Gruppe nach Herkunft sind 1218 Bürger aus Bosnien- Herzegowina, gefolgt von der Türkei (998) und Serbien (636).

1119 Personen stammten aus einem der 27 anderen EU- Staaten. 636 hatten zuvor die serbische Staatsbürgerschaft, 542 kamen aus dem Kosovo, je 299 aus der Russischen Föderation und der Ukraine, so die Statistik Austria am Dienstag. 2944 Personen oder 35,6 Prozent der neu Eingebürgerten sind bereits in Österreich auf die Welt gekommen, 3131 "neue" Österreicher (37,9 Prozent) sind jünger als 18 Jahre.

Anstieg in allen Bundesländern

Die Zahl der Einbürgerungen ist in allen Bundesländern gestiegen, am deutlichsten in Kärnten mit plus 22 Prozent (von 314 auf 383). Absolut betrachtet ist Wien mit 2967 Staatsbürgerschaftsverleihungen Spitzenreiter.

Foto: APA

Mehr als die Hälfte der Einbürgerungen (4554 oder 55,1 Prozent) erfolgte, weil die Bürger einen Rechtsanspruch nach dem Staatsbürgerschaftsgesetz hatten. So erhielten 2561 Personen den heimischen Pass, nachdem sie mindestens sechs Jahre in Österreich gewohnt und "besonders berücksichtigungswürdige Gründe" vorzuweisen hatten. Zu solchen Gründen zählt etwa, dass man bereits im Land auf die Welt kam, der Passus gilt auch für Asylberechtigte oder EWR- Bürger.

"Nachhaltige Integration" als Einbürgerungsgrund

386 Personen hatten mindestens 15 Jahre im Land gelebt und konnten von ihrer "nachhaltigen Integration" überzeugen. 860 Personen waren mit österreichischen Partnern verheiratet. Die übrigen Personen erhielten die Staatsbürgerschaft "im Ermessen", etwa nach mindestens zehnjährigem Wohnsitz. Im Rahmen der "Erstreckung" wurden 261 Ehepartner und 2105 Kinder zu Österreichern.

Die Zahl der Einbürgerungen lag 2003 mit 45.112 auf einem Rekordhoch und fiel danach deutlich. 2010 war mit 6190 der niedrigste Wert erreicht, seit 2011 steigen die Zahlen wieder.

Foto: APA

16.02.2016, 12:38
red/AG
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