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Martin Ehrenhauser (re.) mit Fayad Mulla bei der Pressekonferenz am Ballhausplatz
Foto: Klemens Groh / Video: APA

Ehrenhauser ruft alle zu Hypo- Haftungsboykott auf

15.04.2014, 12:35
"Heute machen wir den nächsten Schritt" - mit diesen Worten hat EU-Politiker Martin Ehrenhauser am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz am Ballhausplatz ein Volksbegehren mit dem Ziel eines Haftungsboykotts für die Hypo Alpe Adria angekündigt. Seit 48 Stunden protestiert Ehrenhauser vor dem Bundeskanzleramt und weiß immer mehr Menschen auf seiner Seite. "Jetzt laden wir ganz Österreich ein, aufzustehen, wie ich es getan habe", appellierte der Spitzenkandidat von der Wahlallianz "Europa anders".

Seit Sonntag, als er eine Live- Diskussion der EU- Kleinparteien in der ORF- "Pressestunde" publikumswirksam vorzeitig verlassen hatte, harrt Ehrenhauser in seinem Protestlager vor dem Bundeskanzleramt aus. Die zweite Nacht war schon viel kälter, schilderte der Politiker gegenüber krone.at Dienstag früh. Aus diesem Grund habe er auch in einem Auto geschlafen. Dennoch sei er mit seiner Aktion weiterhin zufrieden, zumal er auch immer mehr Unterstützer an seiner Seite hat.

Ehrenhauser: "Mehr als nur politischer Aktivismus"

"In diesen 48 Stunden habe ich gesehen: Ich bin nicht allein! Hunderte Menschen kamen auf Gespräche vorbei, brachten Sachen vorbei, unterstützten, solidarisierten sich, schliefen sogar auch da. Die Forderung von 'Europa anders' hat Rückhalt. Hier tut sich mehr als politischer Aktionismus", so Ehrenhauser, der von KPÖ- Parteichef Mirko Messner und dem Vorsitzenden von "Der Wandel", Fayad Mulla, flankiert wurde. Sowohl KPÖ als auch "Der Wandel" unterstützen Ehrenhausers Bewegung "Europa Anders" im Rahmen der EU- Wahl.

"Die 18 Milliarden Euro, die uns diese Haftungen kosten werden, brauchen wir viel dringender, um den Pflegenotstand zu lösen, das Bildungswesen aus- statt abzubauen, das Gesundheitswesen zu stärken, die Energiewende zu meistern – um also Investitionen zugunsten der Bevölkerung, ihrer Gegenwart und Zukunft zu tätigen", erklärte Mulla. "Wenn Faymann glaubt, dass Bankenrettungen systemrelevant sind, dann hat er wirklich beim besten Willen keine Ahnung von Systemrelevanz!"

Messner: "Hypo ist nur die Spitze des Eisbergs"

Messner richtete den Blick auf die europaweiten Auswirkungen der Bankenrettungspolitik: "Die Hypo ist ja nur die Spitze des Eisbergs. Haftungen, Bankenrettung und Austeritätspolitik sind nicht nur ein nationales Thema - sie betreffen alle Europäer."

Während Ehrenhauser seinen Protest im Freien fortsetzt, sammelt seine Bewegung ab sofort 8.401 Unterstützungserklärungen, die zur Einbringung des Volksbegehrens nötig sind. Die Formulare können hier  heruntergeladen oder am Ballhausplatz abgeholt werden.

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aga
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