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21.02.2017 - 14:00
Foto: Andi Schiel

Ehepaar zeigte in Wiener U6 Zivilcourage

30.05.2016, 17:00

Das beherzte Eingreifen eines älteren Ehepaars hat am Wochenende einen Angriff eines offenbar Drogenabhängigen auf eine 30- jährige Frau in der Wiener U6 verhindert. In der Badner Bahn hingegen kommt es immer wieder unter Drogendealern zu Reibereien - die Lokalbahnen führen Schwerpunktaktionen durch.

"Ich war gerade auf dem Heimweg, als ein Mann in der Station Gumpendorfer Straße in die U6 zustieg. Er sprang in den Zug und stürmte auf mich zu", schildert die 30- Jährige, die anonym bleiben möchte. "Plötzlich begann er mich wüst zu beschimpfen und zu bespucken. Ich war wie gelähmt."

"Ich weiß nicht, was sonst passiert wäre"

Die junge Frau hatte Glück, ein älteres Ehepaar zeigte Zivilcourage und stellte den Mann, der scheinbar unter Drogeneinfluss stand, zur Rede. Das Opfer: "Ich weiß nicht, was sonst passiert wäre."

FPÖ- Mariahilf- Klubobmann Leo Kohlbauer ist entsetzt: "Seit Jahren zeigen wir diese dramatischen Entwicklungen auf und fordern von der Stadt Wien mehr Sicherheitspersonal in der U- Bahn. Wenn nicht umgehend ein Umdenken erfolgt, verkommt die U6 zur längsten Geisterbahn der Welt."

"Waste Watcher reagieren zu langsam"

Verkommen ist laut "Krone"- Leserin Martina J. auch der Bereich bei der Station Neue Donau. "Überall Müll, gebrauchte Spritzen sowie Fäkalien. Die Waste Watcher kennen das Problem, reagieren aber zu langsam", beklagt die Wienerin.

"Überall Müll, gebrauchte Spritzen sowie Fäkalien", klagt eine Wienerin über die Zustände an der U6.
Foto: Martina Z.

Mehr Engagement wünscht sich auch Werner M. - aber von den Wiener Lokalbahnen. M. fährt täglich mit der Badner Bahn und beobachtet dort Streitereien unter Drogenhändlern. "Die Sicherheit unserer Fahrgäste ist uns sehr wichtig. Es gibt Schwerpunktkontrollen, und Sicherheitspersonal ist in der Badner Bahn unterwegs", erklärt eine Sprecherin.

Sie haben noch einen Problemort in Wien entdeckt? Informationen bitte an: fuerunserwien@krone.at 

30.05.2016, 17:00
Isabella Kubicek und Christoph Budin, Kronen Zeitung/red
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