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06.12.2016 - 04:56
Chefmediziner Christoph Wenisch auf der Isolierstation des Kaiser-Franz-Josef-Spitals in Wien
Foto: APA/HELMUT FOHRINGER, APA/EPA/Frederick A. Murphy

Ebola: Labortest in Wiener Verdachtsfall negativ

03.09.2014, 17:40
Der Labortest jener Frau aus Nigeria, bei der der Verdacht auf eine Ebola-Erkrankung bestanden hatte, ist negativ ausgefallen. Die 45-Jährige war nach einem Besuch bei Verwandten mit Symptomen, die ähnlich jenen der tückischen Seuche sind, in ein Wiener Spital eingeliefert worden.

Die 45- jährige Nigerianerin war mit Krankheitssymptomen der Ebola- Infektion  nach Wien zurückgekehrt. Sie gab an, in keiner Weise mit Personen in Kontakt gekommen zu sein, bei denen Ebola- Verdacht vorliegen hätte können. Laut "Krone"- Informationen ähneln die Symptome - unter anderem hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen - allerdings sehr jenen der tückischen Seuche.

Schutzanzüge stehen auf der Infektionsabteilung des Kaiser-Franz-Josef-Spitals bereit.
Foto: APA/HELMUT FOHRINGER

Blutprobe analysiert

Die Blutproben wurden daraufhin ins Labor - unter anderem auch nach Hamburg ins Bernhard- Nocht- Institut - geschickt. Der erste sogenannte PCR- Test (Polymerase Chain Reaction- Test) verlief jedoch negativ, hieß es seitens der Sektionsleiterin für Öffentliche Gesundheit im Gesundheitsministerium, Pamela Rendi- Wagner, am späten Mittwochnachmittag. Um den Ebola- Verdacht endgültig ausschließen zu können, werde noch ein zweiter PCR- Test in Hamburg durchgeführt, hieß es.

"Die Dame ist in einem stabilen Zustand. Sie wird wegen ihres Fiebers behandelt", erklärte die Wiener Landessanitätsdirektorin Karin Spacek. Die Patientin befindet sich weiterhin auf der Quarantänestation des Spitals.

Verdachtsfälle in Oberösterreich und Tirol

Bereits zum vierten Mal bestand damit Ebola- Verdacht in Österreich. Mitte August waren in Oberösterreich zwei Patienten auf die Virusinfektion hin untersucht worden. "Das Testergebnis war in beiden Fällen negativ", erklärte Landeshauptmann Josef Pühringer nach der Blutanalyse.

Etwa zur selben Zeit wurde eine 48- jährige Britin in ihrer Wohnung in Vomp in Tirol tot aufgefunden. Auch sie war kurz davor von einer Reise aus Nigeria zurückgekehrt. Eine Infektion mit dem Ebola- Virus konnte aber auch hier ausgeschlossen werden.

Insgesamt bereits 1.500 Ebola- Opfer

Laut der Weltgesundheitsorganisation hat Nigeria bislang 17 bestätigte Ebola- Infektionen gemeldet. Sechs Menschen sind dort an der Krankheit gestorben. Insgesamt sind in den betroffenen afrikanischen Ländern schon rund 1.500 Menschen der Seuche zum Opfer gefallen, etwa 3.000 sind mit dem Virus infiziert.

03.09.2014, 17:40
red/AG
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