Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
10.12.2016 - 23:29
Foto: Christian Jauschowetz

Drohneneinsatz nach Sprengpanne in Voitsberg

09.11.2015, 17:00
"Einen echten Steirer haut man nicht um!" In Voitsberg nimmt man die Panne bei der Sprengung des Kraftwerks auch mit Humor. Dem verantwortlichen Heer ist weniger zum Lachen zumute. Mithilfe einer Drohne und mit Teleskopkränen gingen am Montag Soldaten und Statiker auf Ursachenforschung.

Die Demontage des vor neun Jahren stillgelegten Kohlekraftwerks ist nicht vom Glück begleitet. Bereits im Sommer gab es eine Panne: Damals stand der 180 Meter hohe Kamin drei Tage lang schief, ehe er mithilfe eines Baggers doch noch umfiel. 

Beim finalen Akt, der Sprengung des Kesselhauses am Sonntag, sollte nun alles besser werden. Doch trotz 666 Kilo Sprengstoff steht das massive Gebäude nach wie vor, nur zwei Nebengebäude kippten um!  In der Kritik steht nun das Heer, das - nachdem es sich bei Brückensprengungen in der Region bewährte - vom Areal- Eigentümer Porr beauftragt wurde und sich fast drei Jahre lang vorbereitete.

"Sprengprofis hätten ans Werk gehen sollen"

"In diesem Fall hätten Sprengprofis ans Werk gehen sollen", meint der Sprecher der steirischen Sprengungsfirmen, Richard Isele. Der Unternehmer hat mit einem Team im Vorjahr die Sprengung des alten Kraftwerks in Zeltweg ohne Pannen gemeistert. "Wir haben die Gebäude damals hintereinander gesprengt. In Voitsberg war alles zu kompliziert. Bei 1760 Ladungen ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass etwas nicht klappt", so der Experte, der nun eine Ausschreibung für die zweite Sprengung fordert.

In Voitsberg ist die Panne jedenfalls Thema Nummer eins. An einigen Gebäuden gab es kleinere Schäden, viele haben nun ein mulmiges Gefühl. In der Nacht auf Montag hat es am Gelände nochmals gerumpelt, auf Facebook berichtet ein User sogar von wegfliegenden Platten.

Nach dem Einsatz einer Videodrohne, die am Montag über das Areal flog und nach möglichen Ursachen für den Fehlschlag suchte, war noch nicht klar, ob eine weitere Sprengung möglich ist. Neue Gutachten sind erforderlich. Erste Details soll es Ende der Woche geben.

Sehen Sie hier das Video der missglückten Sprengung:

Video: "Krone"

09.11.2015, 17:00
Jakob Traby, Kronen Zeitung/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum