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09.12.2016 - 06:00

Dramen im Schnee: Zwei Tote und etliche Verletzte

29.01.2015, 08:52
Bei einer ganzen Reihe von Lawinenabgängen sind am Mittwoch zwei Alpinisten ums Leben gekommen, etliche weitere Menschen wurden verletzt. Ein 26-jähriger Obersteirer starb unter einer Lawine auf der Tauplitzalm. Am Steineck in Oberösterreich wurde ein Mann von einem Schneebrett erfasst und getötet. Im Skigebiet von Lech am Arlberg konnte ein Skifahrer, der metertief verschüttet worden war, nach eineinhalb Stunden lebend geborgen werden. Auch in Tirol und Salzburg kam es zu Lawinenabgängen, bei denen mehrere Menschen verletzt wurden.

Der 26- jährige Obersteirer wurde auf der Tauplitzalm von einer Lawine erfasst und getötet. Der Mann hatte sie in Begleitung von zwei anderen Skifahrern auf etwa 1.800 Metern Seehöhe selbst ausgelöst und wurde von ihr in die Tiefe gerissen. Er erlitt tödliche Kopfverletzungen. Den 34- jährigen Begleiter am Fuße des Hanges erwischten die Schneemassen auch, er konnte sich aber rasch befreien, hieß es am Donnerstag seitens der Polizei.

Von Lawine gegen Baum gedrückt

Am 1.418 Meter hohen Steineck in Oberösterreich war am Mittwoch ein 45- jähriger Sportler unterwegs, als sich eine Lawine aus dem Hang löste. Zwei Tourengeher entdeckten gegen 13.30 Uhr die abgegangenen Schneemassen und schließlich den 45- Jährigen aus Vorchdorf, der sich mit dem Kopf und seinem Oberkörper unter den Schneemassen befand. Sie gruben den Verunglückten, der gegen einen Baum gedrückt worden war, aus und warteten, bis der Hubschrauber eintraf.

Der Arzt gelangte mittels Tau zu dem Sportler, konnte aber nichts mehr für ihn tun. Der Tote wurde von seinem Schwager identifiziert. Die Lawinengefahr wurde am Mittwoch in höheren Lagen als erheblich eingestuft.

Sportler überlebt eineinhalb Stunden unter Lawine

Unglaubliches Glück hatte hingegen ein Skifahrer, der am Mittwoch allein im freien Skiraum im Bereich Mohenenmähder am Arlberg in Vorarlberg unterwegs war. Gegen 11.30 Uhr trat der Sportler die Lawine offenbar selbst los, er wurde von den Schneemassen mitgerissen und verschüttet. "Die Lawine war rund 200 Meter lang und wies eine Breite von zehn bis 20 Metern auf. Der Skifahrer wurde in einer Tiefe von zwei Metern entdeckt", schilderte Lechs Bürgermeister Ludwig Muxel.

Sofort nach Bekanntwerden des Lawinenabgangs wurde eine groß angelegte Suchaktion gestartet, an der neben der Pisten- und der Bergrettung sowie freiwilligen Helfern auch zwei Helikopter beteiligt waren. Dennoch dauerte es rund eineinhalb Stunden, bis der Wintersportler geortet werden konnte. Dieser war zwar mit einem "Lawinenpiepser" ausgestattet, hatte ihn aber nicht aktiviert. Als die Helfer endlich zu dem Verschütteten vorstießen, war er entgegen aller Erwartungen noch am Leben und sogar ansprechbar. "Es grenzt an ein Wunder", so Muxel.

In Lech herrschte am Mittwoch erhebliche Lawinengefahr der Stufe 3 auf der fünfstufigen Gefahrenskala. Auch dieser Umstand trug dazu bei, dass sich die Suchaktion schwierig gestaltete. Der Urlauber wurde nach der Erstversorgung ins Krankenhaus geflogen.

Lawinenabgang am Kitzbüheler Horn

Am Kitzbüheler Horn wurden am Mittwochnachmittag zudem zwei Personen im freien Skiraum verschüttet. Laut Informationen der Bergbahn wurde ein Wintersportler im Zuge einer sofort eingeleiteten Suchaktion geborgen. Eine weitere Person wurde etwas später an der Oberfläche der Lawine gesichtet und mit einem Tau geborgen. Der Geborgene war ansprechbar, hieß es. Weil nicht auszuschließen sei, dass weitere Personen verschüttet wurden, wird die Suche fortgesetzt. Das Schneebrett war gegen 14.15 Uhr unterhalb der Hornköpflhütte von Skifahrern ausgelöst worden.

Drei Variantenfahrer in Tirol geborgen

Nach einem weiteren Lawinenabgang, der sich auf der Nordkette oberhalb von Innsbruck zugetragen hatte, wurden am Mittwoch drei verschüttete bzw. teilverschüttete Variantenfahrer geborgen. Laut ÖAMTC wurde ein Wintersportler mit Verletzungen ins Krankenhaus nach Hall geflogen, die beiden anderen wurden von der Bergrettung ins Tal gebracht. Sie blieben ersten Informationen zufolge weitgehend unverletzt.

Skifahrer befreit sich selbst

Glimpflich ging dagegen am Mittwoch ein Lawinenabgang abseits der Piste im Salzburger Skigebiet Obertauern aus. Ersten Informationen zufolge fuhr eine Gruppe in die Schubertrinne im Bereich des Seekarecks ein. Dabei dürfte ein Skifahrer das das mehr als 100 Meter lange und 50 Meter breite Schneebrett ausgelöst haben. Ein Variantenfahrer wurde zum Teil verschüttet, konnte sich aber selbst befreien.

29.01.2015, 08:52
AG/red
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