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09.12.2016 - 07:50
Foto: Peter Tomschi

"Denkmäler für Industrie" kosten Wien 900.000 Euro

06.05.2015, 17:43
Die Wiener Innenstadt zählt neuerdings drei Fußball-Ovale - allerdings im Miniaturformat: Am Graben wurde eine sechs Meter hohe Skulptur enthüllt: drei ineinander verschlungene Modelle des Ernst-Happel-Stadions. So wollen Stadt, Industriellenvereinigung und Wirtschaftsagentur der Wiener Industrie "ein Denkmal setzen" - eine damit eröffnete Werbeoffensive ist mit insgesamt 900.000 Euro budgetiert.

"Drei Happel- Stadien fassen rund 170.000 Menschen (die Rasenfläche wohl eingerechnet, Anm.) - und damit genauso viele Personen, wie in der Bundeshauptstadt im Bereich Industrie und Produktion tätig sind", erklärte Finanzstadträtin Renate Brauner (SPÖ) die Symbolik der temporären Installation.

Im Zuge dieser "Made in Vienna"- Kampagne, die nun einen Monat lang und in drei Wellen laufe, wolle man auch "interessante Zahlen über die Produkte von 15 teilnehmenden Unternehmen unter das Volk bringen", hieß es bei der Präsentation am Dienstag. Den Steuerzahler kostet die Werbeaktion insgesamt eine knappe Million Euro. Eine Skulptur kostet übrigens 35.000 Euro, hieß es am Abend aus dem Rathaus.

Singende Kanaldeckel und 150 Blechfiguren

Apropos teuer: Auch Umweltstadträtin Ulli Sima (SPÖ) präsentierte am Mittwoch ihren neuesten Gag, nämlich sechs "singende Kanaldeckel" . Für die Schlager- Beschallung aus dem Hades verrechnen die originellen Tüftler immerhin "nur" 3.600 Euro. Dem Umweltressort hat Wien allerdings auch die 150 Blechfiguren zu verdanken, die in der Stadt für den Song Contest Stimmung machen sollen - Kostenpunkt hier: 19.800 Euro.

660.000 Euro für Pflanzentröge

Nach dem Wirbel um die 4,3 Millionen Euro teure Wiental- Terrasse sorgt auch auf der Wienzeile wieder ein Projekt für Aufsehen: 660.000 Euro wird die Begrünung entlang der Linken Wienzeile im 6. Bezirk kosten. 26 Pflanztröge sollen Farbe in den tristen Bereich zwischen Hofmühlgasse und Morizgasse in Mariahilf bringen. "Stauden und Sträucher für eine Ausfallstraße", kritisiert die ÖVP bissig. "Die Attraktivierung dieses Bereichs war ein lang gehegter Wunsch der Anrainer", begründet Bezirksvorsteher Markus Rumelhart (SPÖ) die Initiative, für die bereits jahrelang gekämpft worden sei.

P.S.: Vor der Sozialeinrichtung "Vinzirast" stehen jetzt täglich Dutzende Obdachlose Schlange. 450 Notschlafplätze der Stadt Wien werden nämlich seit dem 1. Mai nicht mehr finanziert.

06.05.2015, 17:43
Kronen Zeitung/kal
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