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24.01.2017 - 11:04
Foto: Gerhard Schiel

Cobra wegen brennender Gasflasche im Einsatz

16.09.2015, 07:35
Bange Momente im Gewerbegebiet von St. Veit in Salzburg: Am Dienstagabend geriet dort eine Acetylenflasche in Brand - eine gefährliche Situation, denn sie drohte zu explodieren. Das Gebiet wurde abgesperrt, 25 Personen in Sicherheit gebracht. Ein Cobra-Beamter schoss gezielt auf die Flasche, so konnte das Gas langsam entweichen.

Das war eindeutig kein alltäglicher Einsatz für die Pongauer Feuerwehrleute. Sie wurden am Dienstag kurz nach 17 Uhr zu einem Autohaus im Gewerbegebiet in St. Veit gerufen. Dort war ein Brand ausgebrochen, die Schläuche zu einer Acetylenflasche standen bereits in Flammen. Ein Mitarbeiter brachte die Gasflasche ins Freie und begann sofort damit, sie zu kühlen - eine wichtige Maßnahme, damit sie nicht explodiert. Nachdem die Einsatzkräfte vor Ort eingetroffen waren, übernahmen sie diese Aufgabe. Mehrere Wasserwerfer wurden positioniert und eingestellt, die Helfer konnten damit die Maßnahmen aus sicherer Entfernung steuern.

Foto: Gerhard Schiel

Gewerbegebiet weiträumig abgeriegelt

"Es ist eine der gefährlichsten Flaschen, die uns unterkommen kann", sagte Robert Lottermoser, der Bezirksfeuerwehrkommandant im Pongau. Dementsprechend hoch waren die Sicherheitsvorkehrungen. Es wurde weiträumig abgesperrt, die meisten Betriebe in dem Gewerbegebiet hatten bereits geschlossen, andere mussten ihre Arbeit früher niederlegen. Die Bewohner der Wohnsiedlung in der Nähe des Autohauses wurden evakuiert, 25 Anrainer wurden in die Zeugstätte der Feuerwehr gebracht. Auch die Zugstrecke musste zum Teil gesperrt werden.

Für die Freiwilligen gab es zur Entschärfung der Situation letztlich nur zwei Möglichkeiten: "Einerseits kann man die Flasche bis zu 24 Stunden lang kühlen. Dann weiß man aber noch immer nicht, was im Inneren mit dem Gas passiert. Wir hätten weiter evakuieren müssen, um kein Risiko einzugehen. Die zweite Möglichkeit: die Flasche aufschießen und so eine Explosion verhindern", so Lottermoser.

"Sind froh, dass niemand verletzt wurde"

Die Einsatzkräfte entschieden sich schließlich gemeinsam für Plan B. Und so kam es, dass die Cobra aus Salzburg anrückte. Ein erfahrener Beamter zielte auf die Flasche und schoss dreimal. Durch die entstandenen Einschusslöcher konnte das Gas nun kontrolliert entweichen - die Gefahr war damit gebannt. "Wir sind froh, dass alles gut ausgegangen ist und niemand verletzt wurde", atmete der Bezirksfeuerwehrkommandant auf. 74 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettung und Polizei waren vor Ort.

16.09.2015, 07:35
Kronen Zeitung/red
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