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27.04.2017 - 12:37
Foto: APA/Herbert Pfarrhofer

Burgtheater klagt Ex- Chef Matthias Hartmann

22.05.2014, 20:55
Für den Fall, dass der frühere Burgtheater-Direktor Matthias Hartmann im Juni im arbeitsgerichtlichen Prozess um seine Entlassung Recht erhält, hat nun das Burgtheater Klage eingereicht. Susanne Pichler, Sprecherin des Wiener Arbeits- und Sozialgerichts, bestätigte am Donnerstagabend einen entsprechenden Bericht der "Presse". Als Zeugin ist unter anderem auch Ex-Ministerin Claudia Schmied (SPÖ) geladen. Hartmanns Anwältin sprach von "juristischem Blödsinn".

Demnach hat die Burgtheater GmbH am 14. Mai für jenen Fall juristische Schritte eingeleitet, dass Hartmanns rund um die Finanzaffäre an der Burg ausgesprochene Entlassung vom Gericht für rechtsunwirksam erklärt wird - und er Anspruch auf rund zwei Millionen Euro hat. Dieser Betrag setzt sich aus der Kündigungsentschädigung, offenen Gagen sowie Zahlungen aus seinem bis Ende August 2019 abgeschlossenen Vertrag zusammen.

Burg fechtet Vertragsverlängerung an: "Irrtum und Arglist"

In ihrer Klage fechtet die Burgtheater GmbH die Anfang 2012 durch Ex- Kulturministerin Schmied durchgeführte Verlängerung des ursprünglich bis Ende August 2014 laufenden Vertrages nun "wegen Irrtum und Arglist" an. Hätte man damals schon von den Vorfällen an der Burg gewusst, so die Begründung, wäre diese Verlängerung nicht entstanden.

Als Prozesstermin ist laut Gericht der 27. Juni anberaumt. Als Zeugen sind sowohl Schmied als auch Bundestheater- Holding- Chef Georg Springer, dessen Stellvertreter Othmar Stoss und Sektionschef Michael Franz als Zeugen geladen.

Hartmanns Anwältin: "Juristischer Blödsinn"

Für den von Hartmanns Anwälten wegen "unberechtigter" und "unwirksamer" Entlassung bestrebten Prozess gibt es unterdessen noch keinen konkreten Termin. Hartmanns Anwältin Katharina Körber- Risak bezeichnete die juristischen Schritte des Burgtheaters gegenüber der "Presse"  am Donnerstag jedenfalls als "juristischen Blödsinn". Man wolle vielleicht "Zeit retten, um nicht zu hören, was wir in einigen Wochen zu sagen haben".

22.05.2014, 20:55
AG/red
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