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10.12.2016 - 05:58
Foto: APA/MILITÄTKOMMANDO KÄRNTEN/ARNO PUSCA

Bundesheer: Mit Sprengstoff gegen die Schneemassen

06.02.2014, 17:08
Das Winterwetter hat im ganzen Land auch am Donnerstag weiterhin für Probleme gesorgt. In Kärnten waren sämtliche Kräfte im Dauereinsatz, noch immer gab es zahlreiche Straßensperren, viele Haushalte waren weiterhin ohne Strom. Das Bundesheer begann indes damit, Lawinen abzusprengen - die explosiven Ladungen wurden von Hubschraubern abgeworfen. Auf der Tauernbahn sowie der Tauernschleuse war das Unterfangen erfolgreich: Am Nachmittag konnte der reguläre Betrieb wieder aufgenommen werden.

Zunächst geplante Sprengungen im Lesachtal - es sollte auch von Kärntner Seite wieder erreichbar sein - wurden nicht durchgeführt. "Nach einer Begehung wurde entschieden, dass Sprengungen dort wegen der Bäume nicht möglich sind", sagte Presseoffizier Christoph Hofmeister. Dafür bekämpften die Einsatzkräfte am Plöckenpass die Schneemassen mit Sprengsätzen. Wann jedoch die Straße wieder für den Verkehr freigegeben werden kann, ist derzeit noch unklar. "Das hängt davon ab, wie lang die Straßenmeistereien brauchen, um die Straße zu räumen", so Presseoffizier Christoph Hofmeister.

Tauernbahn und Tauernschleuse wieder frei

Weitere Fahrbahnsperren gab es laut ÖAMTC - ähnlich wie zuletzt - am Wurzen- und am Loiblpass, am Katschberg sowie im Rosental. Besonders im Bezirk Hermagor waren noch einige Landesstraßen gesperrt. Gute Nachrichten gibt es von der Tauernbahnstrecke zwischen Mallnitz und Salzburg zu vermelden, wo bereits am Vormittag gesprengt worden war. "Wir haben bei zwei Flügen fünf Sprengladungen abgeworfen, dabei hat sich ein oberflächliches Schneebrett gelöst und ist im Wald liegen geblieben", erklärte ÖBB- Sprecher Christoph Posch. Die Gefahr war damit gebannt, ab 14 Uhr konnte die Tauernbahnstrecke nach knapp einer Woche wieder freigeben werden.

So bleibt von den Zugstrecken in Kärnten nur noch die Verbindung Villach- Rosenbach gesperrt. Dort gibt es großflächige Schäden durch Schneebruch, die frühestens in einigen Tagen beseitigt sein werden. Wann auch auf dieser Strecke wieder Züge fahren werden, konnte man bei den ÖBB noch nicht konkret sagen.

Asfinag verlängert Assistenzeinsatz

Hunderte Monteure des Energieversorgers Kelag versuchten zudem am Donnerstag, jene Haushalte, die von der Stromversorgung abgeschnitten waren, wieder ans Netz zu bekommen. Bis zu 3.000 Haushalte waren im Laufe des Tages davon betroffen. Sofern es zu keinen neuen Störungen komme, könnten bis zum Abend die meisten der betroffenen Häuser wieder mit Elektrizität versorgt sein, hieß es.

Die Asfinag verlängerte ihre Assistenzeinsätze. Asfinag- Geschäftsführer Josef Fiala erklärte, die Hilfstrupps seien vor allem auf Bundes- und Landesstraßen im Einsatz. Sie arbeiten sich mit sechs Schneefräsen durch den meterhohen Schnee (kl. Bilder). Die "Hotspots" der Unterstützung lagen im Drau- und Gailtal sowie zwischen Nötsch und Kötschach- Mauthen.

Eis- Chaos fordert erstes Todesopfer in Slowenien

Das Eis- Chaos forderte unterdessen in Slowenien das erste Todesopfer. Bei Reparaturarbeiten an einer umgestürzten Stromleitung in der Nähe von Maribor wurde am Mittwochabend ein Elektriker (20) durch einen Stromschlag getötet. Der Unfall ereignete sich am Mittwoch gegen 18 Uhr auf dem Pohorje- Gebirge. Unklar war, weshalb die Leitung unter Strom stand. In ganz Slowenien waren die Einsatzkräfte auch am Donnerstag mit der Wiederherstellung der Stromversorgung und der Beseitigung von Baumbrüchen beschäftigt.

06.02.2014, 17:08
AG/red
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