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04.12.2016 - 05:26
Foto: Klemens Groh

Bulgare (84) von Bande nach Wien verschleppt

12.03.2014, 17:00
Wochenlang hat vom 84-jährigen Bulgaren Veliko Sch. jede Spur gefehlt - bis er völlig unterkühlt und verzweifelt auf einer Parkbank in Wien gefunden wurde. Offenbar ausgesetzt wie ein räudiger Hund - von einer skrupellosen Einbrecherbande, die ihn aus seinem Haus im bulgarischen Russe entführt und bis ins 1.200 Kilometer entfernte Wien verschleppt hatte. "Ich hatte keine Ahnung, wo ich bin", so der geschockte Mann.

"Mitten in der Nacht sind plötzlich Männer in meinem Schlafzimmer gestanden. Sie haben das Ersparte genommen, das für meine Enkelkinder vorgesehen war", so Veliko Sch. mit Tränen in den Augen. Doch damit war der Horror für den 84- Jährigen noch lange nicht vorbei. "Dann haben sie mich in ein dunkles Auto gezerrt. Während der Fahrt bin ich eingeschlafen."

Stunden später sei der Pensionist dann von der Bande aufgeweckt und in seiner Heimatstadt Russe dazu gezwungen worden, auch noch sein Konto leer zu räumen. Dann ging die Fahrt weiter.

84- Jähriger: "An die Reise erinnere ich mich nicht"

"An die Reise erinnere ich mich nicht. Aber ich bin in einem Park aufgewacht und hatte keine Ahnung, wo ich bin", so der 84- Jährige. Der Pensionist saß, ausgesetzt von der Bande, auf einer Parkbank in Wien, rund 1.200 Kilometer von der Heimat entfernt. Verwirrt und eingeschüchtert verbrachte Veliko Sch. noch einen Tag und eine Nacht im Park, ehe Passanten aufgrund seines offensichtlich schlechten Gesundheitszustandes die Polizei alarmierten.

Völlig unterkühlt landete der Bulgare im Otto- Wagner- Spital (Bild). Dort verbrachte er zwei Wochen, ehe der von den Angehörigen seit Mitte Februar Vermisste dank Botschaft nach Hause gebracht wurde.

Die bulgarischen Ermittler vermuten nun, dass die Einbrecher den 84- Jährigen einfach als Zeugen loswerden wollten und Veliko Sch. deswegen in Wien aussetzten. Oder: Die Bande wollte den Mann zum Betteln zwingen - erkannte aber, dass er dafür zu gebrechlich ist.

12.03.2014, 17:00
Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung/red
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