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07.12.2016 - 17:12
Foto: APA/PAUL PLUTSCH, Screenshot FF Purgstall

Bürgermeister: "Tragödie, die ihresgleichen sucht"

23.05.2015, 16:02
Fassungslosigkeit, Schock und Trauer herrschen nach dem verheerenden Unglück auf einem Bahnübergang im niederösterreichischen Purgstall an der Erlauf im Bezirk Scheibbs, bei dem am Freitagabend beinahe eine gesamte Großfamilie ums Leben kam. Zwei Erwachsene und drei ihrer Kinder starben in dem Minivan, drei weitere Kinder überlebten den Zugunfall mit schweren Verletzungen. "Mir fehlen die Worte", sagte etwa Bürgermeister Christoph Trampler. Es handle sich dabei um eine "Tragödie, die ihresgleichen sucht".

Der überbesetzte Seat Alhambra, mit dem die Familie - ein 26- Jähriger mit seiner 32 Jahre alten Ehefrau und den sechs Kindern im Alter von 4, 5, 7, 8, 11 und 12 Jahren - in den Abendstunden unterwegs war, war auf einem unbeschrankten Eisenbahnübergang von einem Zug der Erlauftalbahn erfasst , mehr als 90 Meter weit mitgeschleift und völlig zertrümmert worden. Warum der Lenker vor dem Übergang nicht angehalten hatte, wird wohl nicht mehr geklärt werden können.

"Gibt Tage, an denen man seinen Beruf hasst"

Zurück bleiben fassungslose und trauernde Angehörige und Freunde, aber auch Helfer und Einsatzkräfte, die großteils ebenso von Kriseninterventionsteams betreut werden müssen. Es gebe Tage, an denen die Einsatzkräfte ihre Berufe, die sie üblicherweise lieben würden, auch hassen, sagte Polizeisprecher Johann Baumschlager am Samstag. Er sprach damit für die Polizei ebenso wie für die Rettung und die Feuerwehr. Es habe sich auch für erfahrene Helfer um einen "sehr emotionalen Einsatz" gehandelt, den es aufzuarbeiten gelte. Es gebe auch Kollegen, die nach "derart dramatischen und traumatischen Ereignissen" den Feuerwehrdienst nicht mehr ausüben könnten, sagte auch Franz Resperger, der Sprecher des Landeskommandos.

Wie tief der Schock nach dem dramatischen Ereignis bei den Helfern der Freiwilligen Feuerwehren der Umgebung sitzt, zeigt ein Eintrag auf der Website der FF Purgstall . Dort steht zu lesen: "Die Feuerwehren Purgstall und Feichsen wurden in den Abendstunden des 22. Mai 2015 zu einem folgenschweren Einsatz alarmiert. Aus Rücksicht auf Angehörige und Einsatzkräfte verzichten wir auf einen Bericht zu diesem tragischen Ereignis. Danke für Ihr Verständnis!"

"Vergleichbaren Unfall nie zuvor erlebt"

Auch Purgstalls Bürgermeister Trampler zeigte sich am Tag nach dem verheerenden Unfall äußerst betroffen. Einen vergleichbaren Unfall habe er - der Ortschef ist selbst auch Polizeibeamter - nie zuvor erlebt. Er sei am Freitagabend, ebenso wie Bezirkshauptmann Johann Seper, am Ort des Geschehens gewesen und sprach von einem "Schock".

Hilfestellung für die verletzten Kinder seitens der Gemeinde stehe außer Frage: "Passieren muss auf jeden Fall etwas." Er wisse, dass es Verwandte gebe, sagte Trampler. Helfen werde man jedenfalls auch beim Behördenablauf nach dem schrecklichen Unfall.

23.05.2015, 16:02
AG/red
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