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02.12.2016 - 20:19
Foto: Privat

Bettler hausen vor Wohngebäude: Mieter verzweifelt

27.06.2015, 11:11
Den Zuständen ohnmächtig ausgeliefert fühlen sich Mieter in der Innsbrucker Südbahnstraße: Nacht für Nacht müssen sie über schlafende Obdachlose drübersteigen, wenn sie in ihre Wohnungen wollen: Vor dem Hauseingang nächtigen Bettlergruppen. Am nächsten Tag kann der Hausverwalter deren Hinterlassenschaften wegräumen. Das geht schon seit Monaten so!

Der überdachte Hauseingang beim Gebäude Südbahnstraße 1 ist als Nachtlager bei durchreisenden Bettlergruppen offenbar sehr begehrt: "Seit zehn Monaten nächtigen hier täglich vier bis zehn Personen", berichtet Hausbesorger Roland Amor der "Krone".

Foto: Privat

"Es ist schrecklich für uns, diese Armut zu sehen, aber wir fühlen uns in letzter Zeit auch sehr unsicher, da diese Menschen tagtäglich in unser Wohnhaus pinkeln oder gar ihre Exkremente hinterlassen, unabhängig davon, dass wir ihnen jedes Mal, wenn wir heimkommen, Geld geben sollen. Wir Mieter müssen uns schon sehr freundlich den Leuten zuwenden, wenn wir in unser Haus wollen. Sie können ganz schön laut und böse werden!"

"Wir putzen den Dreck weg"

Das Problem sei, dass der durch einen Vorbau wettergeschützte Bereich kein ausgewiesener Privatgrund ist, sondern Gehsteig. "Laut Polizei können wir nichts tun, weil sie uns bis dato nicht mit Waffen oder Fäusten bedroht haben. Wir werden nur immer als Nazis beschimpft. Also putzen wir weiter den Dreck von denen weg, weil weder Polizei noch Straßenreiniger seit der EM 2008 in unserer Straße Dienst versehen haben."

"Wir brauchen Platz für diese Menschen"

Zuständig fühlt sich offenbar niemand, weder die Caritas und auch nicht die Stadtpolitik, sagt Amor: "Wir sind schon an Herrn Federspiel herangetreten, er versprach, sich der Sache anzunehmen", berichtet Amor. Die Caritas habe ihm mitgeteilt, es gebe keine Unterkünfte für diese Personen. "Da ist ganz klar ein Missstand. Wir brauchen einen Platz für diese Menschen!" Elmar Rizzoli, Chef der Mobilen Überwachungsgruppe, war aufgrund von Urlaub nicht erreichbar.

27.06.2015, 11:11
Kronen Zeitung/red
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