Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
27.02.2017 - 08:33
Der 54-jährige Angeklagte vor Gericht
Foto: APA/BARBARA GINDL

Bekannten (53) im Streit erschossen: 20 Jahre Haft

25.11.2015, 17:48
20 Jahre Haft lautet das Urteil gegen einen 54-jährigen Tschetschenen, der Anfang Februar in Salzburg einen 53 Jahre alten Landsmann und Bekannten im Zuge eines Streits erschossen hatte. Er wurde wegen Mordes und unerlaubten Waffenbesitzes verurteilt. Bis zuletzt beteuerte der Angeklagte, es habe sich um einen Unfall gehandelt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Die beiden Männer waren am 5. Februar bei einem Spaziergang nach einem Treffen in einer Autowerkstätte in Streit geraten, der schließlich eskalierte. Als Motiv der Auseinandersetzung brachte der Angeklagte Spannungen zwischen den Familien und auch Angst vor Blutrache ins Spiel.

Im Zuge des Streits sei er von dem körperlich weit überlegenen 53- Jährigen provoziert, wüst beleidigt und bedroht worden, schilderte der Angeklagte die Situation kurz vor der Tat. Dann habe er es mit der Angst zu tun bekommen und deshalb einen Warnschuss in ein Feld abgeben wollen. Doch er sei gestolpert und ein Schuss habe sich gelöst. Die Kugel traf seinen Bekannten in die Brust, der 53- Jährige starb an Herzpumpversagen.

"Wollte ihn nur erschrecken"

"Ich wollte ihn nicht töten, sondern nur erschrecken", so der 54- Jährige, der bis zuletzt von einem Unfall bzw. von Notwehr sprach. Das glaubte die Staatsanwältin nicht. "Er hat den Schuss gezielt abgegeben", sagte die Juristin. Zeugen der Tat gab es nicht.

Der Schuldspruch der Geschworenen wegen Mordes erfolgte schließlich einstimmig. Als mildernd wertete das Gericht das Geständnis zum unerlaubten Waffenbesitz. Erschwerend war, dass der Beschuldigte drei einschlägige Vorstrafen hat, weiters die Tatbegehung während der offenen Probezeit und das Zusammentreffen von zwei Vergehen: illegaler Waffenbesitz und das Verbrechen des Mordes.

71.000 Euro Schmerzensgeld

Der Witwe und den vier Kindern des Getöteten wurden insgesamt rund 71.000 Euro zugesprochen. Das Schmerzensgeld hatte Opferanwalt Stefan Rieder für die Angehörigen eingefordert.

Der Verteidiger meldete Nichtigkeitsbeschwerde sowie Berufung an, die Staatsanwältin gab keine Erklärung ab. Zusätzlich wurden drei bedingte Strafen widerrufen. Deshalb sind noch weitere elf Monate Freiheitsstrafe zu verbüßen, wie Gerichtssprecherin Martina Pfarrkirchner mitteilte.

25.11.2015, 17:48
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum