Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
03.12.2016 - 22:22
Foto: Andreas Graf (Symbolbild)

Behörde entzog Tiroler Führerschein ohne Kontrolle

01.06.2014, 12:18
Eine unangenehme Überraschung wartete im Februar auf einen Tiroler (41) in seinem Postkasten. Der Mann wurde in einem Brief von der Bezirkshauptmannschaft Innsbruck aufgefordert, seinen Führerschein unverzüglich für einen Monat abzugeben. Begründung: Er wäre im September betrunken am Steuer gesessen. Alko-Kontrolle gab es damals aber keine...

Da staunte der 41- jährige Telfer nicht schlecht, als er Mitte Februar den Brief mit Absender "Bezirkshauptmannschaft Innsbruck" öffnete. Darin wurde der Mann aufgefordert, seinen Führerschein unverzüglich abzugeben. Einen ganzen Monat dürfe er sich nicht mehr ans Steuer setzen. Begründung der Behörde: Der Beschuldigte sei am 27. September in den Nachtstunden betrunken mit dem Auto gefahren. Das Kuriose dabei: Der Telfer ist an diesem Abend von der Polizei nicht einmal kontrolliert worden.

"Keine Polizeikontrolle"

"Ich war an diesem Abend gemeinsam mit meiner Freundin in einem Lokal in Zirl. Bevor wir nach Hause gefahren sind, hatten wir auf dem Parkplatz noch eine etwas lautere Diskussion", erklärt der 41- Jährige und fügt an: "Danach sind wir ganz normal heimgefahren. Ohne Polizeikontrolle."

Warum dann der Führerscheinentzug? Der Telfer glaubt, dass Passanten die Auseinandersetzung vor dem Lokal beobachtet, sein Autokennzeichen notiert und anschließend die Polizei verständigt haben.

"Amtsarzt schätzte meinen Promillegehalt"

Zwei Tage danach hätte dann die Polizei den Kellner des Lokals befragt. "Sicher hat dieser uns immer wieder Getränke zum Tisch gebracht. Wie viele davon ich getrunken habe, kann er aber nicht gesehen haben, da er so gut wie immer hinter der Bar stand", erklärt der 41- Jährige, dem vor allem das Vorgehen der Behörde sauer aufstößt.

Auf Basis der Aussagen des Kellners hätte der Amtsarzt nämlich seinen Promillegehalt geschätzt. Ergebnis: 1,05 Promille. "So viel hab ich sicher nicht getrunken", beteuert der Telfer.

Fakt ist: Der 41- Jährige musste sein Auto einen Monat lang stehen lassen. Ob die Vorgangsweise rechtens ist, wird das Ergebnis eines noch laufenden Verwaltungsverfahren zeigen.

01.06.2014, 12:18
Hubert Rauth, Kronen Zeitung/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum