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04.12.2016 - 07:04
Das Haus im Wiener Bezirk Penzing
Foto: APA/EXPA/THOMAS HAUMER

Baupolizei prüft nun verstärkt Gründerzeithäuser

11.12.2014, 11:39
Nach den jüngsten Hausevakuierungen in Wien will die Baupolizei nun verstärktes Augenmerk auf Gründerzeithäuser legen. Man werde die Prüfpriorität "aus gegebenem Anlass in diese Richtung verschieben", sagte Stabstellenleiter Hannes Kirschner am Donnerstag. Beim Gebäude in Penzing ist der straßenseitige Trakt für die Bewohner inzwischen wieder zugänglich.

Man habe schon in der Vergangenheit regelmäßig Schwerpunktaktionen auf Baustellen im Altbaubereich durchgeführt, so Kirschner. Da in letzter Zeit allerdings weniger Schäden festgestellt worden waren, habe man den Fokus schließlich auf andere Aspekte gelegt. Das soll sich nun wieder ändern. Wobei der Baupolizei- Experte betonte: "Es gibt 30.000 Baustellen jährlich in Wien. Da können wir nur stichprobenartig prüfen."

Das Haus auf der Äußeren "Mahü"
Foto: Zwefo

Vorderer Trakt des Hauses in Penzing wieder zugänglich

Fortschritte gibt es indes beim Haus in Penzing, das am Dienstagabend wegen Mauerrissen im Stiegenhaus und diversen Wohnungen evakuiert werden musste.  Dort ist der vordere Trakt nun wieder zugänglich, nachdem das Stiegenhaus abgestützt wurde. Damit können die straßenseitig wohnenden Mieter wieder in ihr Zuhause zurück. Allerdings sei das Gas derzeit aus Sicherheitsgründen noch abgedreht, betonte Kirschner.

Der hintere Abschnitt des Hauses werde noch eine Zeit lang gesperrt bleiben. Laut Baupolizei haben sich bisher jedenfalls keine neuen Risse im Mauerwerk gebildet. Über das weitere Vorgehen soll am Freitag entschieden werden.

Ursache für Hauseinsturz auf Äußerer "Mahü" geklärt

Ebenfalls noch diese Woche dürfte auch klar sein, wie es im evakuierten Haus auf der Äußeren Mariahilfer Straße weitergeht. Dort war am Samstag ein Teil der Außenmauer des Stiegenhauses eingestürzt. Seither ist der betroffene Teil des Wohnhauses nicht betretbar. "Spätestens morgen soll aber ein Konzept zur provisorischen Zugänglichmachung vorliegen", kündigte Kirschner an. Inzwischen sei so gut wie fix, dass ein gegrabener Liftschacht schuld am Zwischenfall war. Regenwasser war dort eingedrungen und hatte den Boden bzw. das Fundament instabil gemacht. 

11.12.2014, 11:39
AG/red
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