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10.12.2016 - 04:59
Empörung: Nur im Kleingedruckten wird auf die Kosten von "Euro 1,95" hingewiesen.
Foto: Markus Tschepp, Martin A. Jöchl

Bankomatgebühr erregt Gemüter: "Eine Frechheit!"

12.07.2016, 16:34

Abzockerei beim Abheben: Klammheimlich hat der US- Bankomatbetreiber Euronet an seinen rund 70 österreichischen Geräten (vor allem in Wien) eine Gebühr von 1,95 Euro eingeführt. Dabei einigten sich Finanzminister und heimische Bankenvertreter im Mai darauf, dass keine Gebühren verlangt werden. Jetzt scheint es Minister Hans Jörg Schelling zu reichen: Er fordert eine verpflichtende Kennzeichnung von gebührenpflichtigen Bankomaten.

Der Konsument soll von Weitem sehen, ob eine Abhebung etwas kostet oder nicht. Kunden haben für solche ("versteckten") Gebühren im Kleingedruckten überhaupt kein Verständnis, wie auch die "Krone"- Reporter bei einer Umfrage in den Bundesländern erfuhren:

Kurz vor der Behebungsbestätigung findet sich der "versteckte" Hinweis auf die Kosten.
Foto: Martin A. Jöchl

Bei diesem Gerät in Wien wird die neue Bankomatgebühr fällig. "Eine Frechheit", so die Wiener Schülerin Sophie P. (16). Und das Kleingedruckte am Bildschirm werde leicht übersehen.

Sophie P. (16)
Foto: Martin A. Jöchl

Michel Longin (29), Unternehmer in Graz: "Ich halte das für bedenklich. Vielleicht ist die Gebühr schon der erste Schritt, um den Leuten das Bargeld abzugewöhnen. Ich bezahle immer bar, da hat man mehr Gespür."

Michel Longin (29)
Foto: Sepp Pail

Melanie Reitinger (19), Einzelhandelskauffrau aus Ebensee (Oberösterreich): "Ich finde eine Gebühr bei Bankomatbehebungen nicht in Ordnung. Schließlich hat man uns Kunden die Automatisierung geradezu aufgedrängt. Ich würde stets einen anderen, kostenfreien Automaten suchen und nutzen."

Melanie Reitinger (19)
Foto: Marion Hörmandinger

Nikolaus Rebernig, (25), Cafétier aus Klagenfurt: "Bald werden wohl alle Bankomaten nur noch gebührenpflichtig sein. Da wird es so manche böse Überraschung am Kontoauszug geben. Wichtig ist eine klare Kennzeichnung, solange der Kunde noch eine Wahl hat."

Nikolaus Rebernig (25)
Foto: Christian Rosenzopf

Jennifer Lechner (25), Sachbearbeiterin aus Salzburg: "Die Banken verdienen sich doch jetzt schon dumm und dämlich. Irgendwann ist es wirklich einmal genug mit dem Abkassieren!"

Jennifer Lechner (25)
Foto: Markus Tschepp

Traudi G. (63), Pensionistin aus Tirol: "Ich finde das eine Frechheit, die Gebühren bei den Banken sind sowieso schon so hoch, und man fühlt sich als Kunde abgezockt. Ich würde mich definitiv gegen die generelle Einführung solcher Gebühren in Österreich wehren, ich weiß nur leider nicht, wie."

Traudi G. (63)
Foto: Christian Forcher

12.07.2016, 16:34
Kronen Zeitung
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