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30.05.2017 - 16:11
Foto: Österreichischer Alpenverein/Melcher, dpa/Seidel (Symbolbild)

Baby kam im Tiroler Hochgebirge zur Welt

13.08.2014, 12:23
Dramatische Stunden haben sich am Dienstag in den Bergen Osttirols abgespielt: Eine 30-jährige Hüttenpächterin bekam Frühwehen. Das Wetter ließ aber keinen Hubschrauberflug zu. Männer der Bergrettung brachten die Schwangere auf eine niedriger gelegene Hütte, wo der Bub das Licht der Welt erblickte. Mutter und Kind sind wohlauf.

"Wir waren alle am Ende unserer physischen Kräfte. Alle haben Wahnsinniges geleistet und am Ende ging alles glücklich aus. Wir konnten zwei Menschenleben retten." Gerhard Figl, Ortsstellenleiter der Bergrettung Obertilliach klang zwar erschöpft, aber glücklich, als ihn die "Krone" zu dieser dramatischen Rettungsaktion befragte.

Was war passiert? Gegen 7 Uhr in der Früh bekam die Pächterin der Standschützenhütte - sie liegt auf 2.350 Metern Höhe in den Karnischen Alpen in Osttirol - in der 24. Schwangerschaftswoche Frühwehen. Aufgrund der schlechten Witterung war ein Notarzthubschrauberflug unmöglich. So stiegen 15 Bergretter sowie ein Bergrettungsarzt und eine Gynäkologin auf.

Mutter und Söhnchen mittlerweile im Spital

Dort angekommen, wurde die Frau zunächst zu einer niedriger gelegenen Hirtenhütte gebracht. "Wir haben sie von der Standschützenhütte abgeholt und durch einen weiten Kessel zu einer darunter liegende Alm gebracht", schilderte ein Bergretter. Von dort war ein Weitertransport zu Fuß jedoch unmöglich. Das Kind, ein Bub, erblickte schließlich in der Hirtenhütte auf 2.250 Metern das Licht der Welt.

Gegen 18 Uhr konnte der Notarzthubschrauber ein Wetterfenster nutzen und Mutter und Kind ins Tal ins BKH Lienz fliegen. "Wir sind alle sehr, sehr glücklich", so Figl. Im Einsatz standen insgesamt rund 25 Bergretter, vier Ärzte und zwei Rettungshubschrauber.

Das Kind wurde noch in der Nacht in das Krankenhaus nach Villach geflogen. Am Mittwoch war es dort in stationärer Behandlung. "Sein Zustand ist derzeit stabil. Man wird aber jedenfalls 72 Stunden abwarten müssen, bevor man mehr sagen kann", sagte eine Sprecherin der Klinik. Die Mutter sollte im Laufe des Tages ebenfalls vom Krankenhaus Lienz nach Villach transferiert werden.

13.08.2014, 12:23
Claus Meinert, Kronen Zeitung/AG/red
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