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07.12.2016 - 12:15
Foto: dpa/Ralf Hirschberger (Symbolbild)

Auswanderer neun Jahre zu früh für tot erklärt

26.01.2014, 19:00
Dass ein 72-Jähriger eines natürlichen Todes stirbt, ist traurig - aber nicht außergewöhnlich. Kurios wird diese Nachricht jedoch dann, wenn die Person bereits neun Jahre vor seinem tatsächlichen Ableben von seinen Verwandten für tot erklärt wurde. Die Geschichte von Helmut B. gibt jedenfalls Rätsel auf.

Mit 23 Jahren kehrte Helmut B. Österreich den Rücken und machte Australien zu seiner neuen Heimat. 23 Jahre später beschäftigte der Auswanderer dann zum ersten Mal die Behörden: Er galt als spurlos verschwunden, und wurde daher im Jahr 1987 in die Vermisstenkartei aufgenommen.

Wollte Helmut B. mit seiner Familie in der Heimat einfach nichts mehr zu tun haben, musste er aus bestimmten Gründen untertauchen, oder war ihm etwas zugestoßen? Die Jahre verstrichen ohne Antworten und Lebenszeichen. Und so ließen seine Verwandten ihn schließlich 2005 am Landesgericht Korneuburg in Niederösterreich für tot erklären.

Allerdings um neun Jahre zu früh, wie jetzt eine offizielle Behörden- Verständigung aus der australischen Hauptstadt Canberra bestätigt: "Helmut B. ist jüngst verblichen, eines natürlichen Todes gestorben." Bis zuletzt soll der 72- Jährige in einem kleinen Hotel in der Nähe von Sydney gearbeitet haben - für ein wenig Taschengeld, Kost und Logis.

26.01.2014, 19:00
Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung/red
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