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19.09.2017 - 20:01
Foto: Christof Birbaumer (Symbolbild)

Audio- Post: "Deine Mama wird in 5 Jahren ermordet"

05.12.2015, 10:47
Kettenbriefe in Form von Audio-Botschaften kursieren derzeit in Tirol und versetzen insbesondere Kinder in Angst und Schrecken. Seit einigen Tagen macht dabei eine besonders unheimliche Nachricht die Runde: Eine mysteriöse Stimme droht, den Empfänger beziehungsweise seine Mütter eiskalt zu ermorden.

"Hi, ich bin Niko..." - so harmlos beginnt der Audio- Kettenbrief, der sich derzeit unter Tirols Kindern, vor allem in Schulen, wie ein Lauffeuer verbreitet. Beim Einstieg ahnt man noch nicht, was die dubiose Frau mit ihrer mysteriösen Computerstimme gleich von sich gibt: Im nächsten Moment droht sie, den Empfänger um Mitternacht zu Hause zu besuchen, um ihn dann regelrecht abzuschlachten. Der "einzige Ausweg": Die Datei an 20 Leute weitersenden. "Anna Weinfeld hat es einfach ignoriert, sie glaubte nicht daran (...) Ich brachte sie um, keiner hat sie mehr gesehen", heißt es weiter.

Kinder an Tirols Schulen verängstigt

Erwachsene durchblicken den kranken Scherz freilich auf der Stelle. Doch viele Kinder bringt er an den Rand der Verzweiflung - vor allem die Kleinsten, immerhin laufen mitunter ja auch schon Volksschüler mit Smartphones herum. Und spätestens die nächste Drohung bringt viele Kids komplett aus der Fassung. Hier bringt die unheimliche Stimme nämlich die geliebte Mama ins Spiel: "Schicke dies in 20 Minuten an 20 Leute. Wenn nicht, wird deine Mutter in fünf Jahren ermordet. Beeile dich, wenn du deine Mutter liebst."

"Kinder aufklären, dass nichts passieren wird"

Wie sehr die Audio- Post an den Nerven zerren kann, musste kürzlich erst eine Mutter aus Innsbruck erfahren. "Mein Sohn kam völlig verweint nach Hause und hatte brutale Angst", schildert die Frau, die sich auch vom Inhalt schockiert zeigt. Wie reagiert man als Eltern am besten? "Kettenbriefe als Audio- Datei sind im Grunde genommen nichts Neues", erklärt Horst Lehner vom Landeskriminalamt und ergänzt: "Der Rat an Erwachsene: Die Eltern sollen sich zuerst selbst über das Thema informieren, dann mit den Kindern sprechen und sie darüber aufklären, dass nichts passieren wird."

"Ein nicht kontrollierbares Schneeballsystem"

Derartige Kettenbriefe zu verhindern, sei nicht zuletzt aufgrund der sozialen Medien wie Facebook, WhatsApp und Co. unmöglich. "Dateien werden immer weiter und weiter geschickt. Es ist leider ein nicht kontrollierbares Schneeballsystem", betont Experte Lehner weiter. Die besagte Horror- Nachricht ist übrigens nicht neu: In Deutschland war die Datei schon 2013 im Umlauf. Dass sie auch Tirol erreicht, war nur eine Frage der Zeit. Viele Eltern wissen oft gar nicht, wie sie im Fall des Falles richtig reagieren sollen. Hilfreiche Infos gibt es u.a. hier: www.saferinternet.at 

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05.12.2015, 10:47
Jasmin Steiner und Hubert Rauth, Kronen Zeitung
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