Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
31.07.2016 - 00:33
Foto: Sepp Pail, Krone Grafik / Video: APA

Asylkrise: Österreich riegelt sich weiter ab

16.02.2016, 15:55

Die Regierung macht nun Ernst mit dem viel zitierten "Plan B" in der Flüchtlingskrise, also der Sicherung der nationalen Grenzen. An zwölf weiteren Übergängen in Kärnten, der Steiermark, Tirol und im Burgenland werden Vorkehrungen gegen den Flüchtlingsansturm getroffen. "Es wird jetzt Schritt für Schritt gebremst", sagt Innenministerin Johanna Mikl- Leitner.

Österreich sei seiner Verantwortung gerade im vergangenen Jahr umfassend nachgekommen, doch nun seien viele Systeme überfordert. Deshalb werde die Bremse eingelegt, so Mikl- Leitner, die gemeinsam mit Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil die neuen Grenzsicherungspläne präsentierte. "Wir können die Hauptlast der Asylströme nicht ein zweites Jahr tragen", sagte Doskozil.

Foto: Krone-Grafik

Es sei klar, dass sich die Migrationsroute verlagere, daher werden nun an zwölf weiteren Grenzübergängen Vorkehrungen getroffen - je nach Bedarf von einfachen Kontrollen über Container bis zu Zäunen oder "Türln mit Seitenteilen". "Wann immer wir Kontrollen benötigen, müssen wir sie machen können", sagt Kanzler Werner Faymann, der damit rechnet, dass diese Maßnahmen im Frühling beginnen.

Die Übergänge sollen jenem im steirischen Spielfeld ähnlich sein. In der Steiermark sind die Übergänge Bad Radkersburg und Langegg betroffen, in Kärnten sind es der Karawankentunnel, Lavamünd, Bleiburg- Grablach und Thörl- Maglern (Gemeinde Arnoldstein). Die gesicherten Übergänge in Tirol sollen laut den zuständigen Ministerien Sillian, die Brenner- Bundesstraße, die Brenner- Autobahn sowie der Nauders- Reschenpass sein. Im Burgenland sind Nickelsdorf und Heiligenkreuz betroffen.

Vier "Einsatzlinien" der neuen Grenzsicherung

Laut Innenministerium sieht die Grenzsicherung vier "Einsatzlinien" vor: zunächst die "klassische Grenzsicherung", die die "Beobachtung und Aufklärung des Vorgrenzbereiches" einschließlich der Hinderung an der Einreise umfasst. An den Übergängen sollen zudem Fahrzeug- und Personenkontrollen - einschließlich Bahnverbindungen - stattfinden. Durch die Steuerung von rasch verfügbaren Einsatzkräften will man "gewaltsam vorgehende Personen oder Personengruppen" an der Einreise hindern. Letzter Punkt sind "Lage- angepasste Kontrollen im Hinterland".

Mit den Tageskontingenten soll laut Mikl- Leitner "zeitnahe" begonnen werden. Am Mittwoch soll gemeinsam mit Slowenien festgelegt werden, wie viele Flüchtlinge täglich die Grenze nach Österreich passieren dürfen.

Lesen Sie auch:

16.02.2016, 15:55
Doris Vettermann und Monika Krisper, Kronen Zeitung/AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum