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Foto: APA/HERBERT NEUBAUER, APA / Video: APA

Arbeitslosigkeit im Juni um 3,1 Prozent gesunken

03.07.2017, 11:09

Die Zahl der Arbeitssuchenden ist im Juni im Jahresvergleich um 3,1 Prozent gesunken, gleichzeitig hat die Zahl der offenen Stellen um 38,1 Prozent zugelegt. Besonders erfreulich: Junge finden deutlich leichter eine Stelle. Im EU- Vergleich befindet sich Österreich mit einer saisonbereinigten Arbeitslosenquote von 5,4 Prozent im besseren Drittel, der EU- Schnitt liegt bei 7,8 Prozent. Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) sieht nun endgültig eine "Trendwende am Arbeitsmarkt" gekommen.

Insgesamt waren im Juni 374.973 Personen auf Jobsuche, davon waren 71.029 in Schulung (plus 6,3 Prozent).

Starker Anstieg bei offenen Lehrstellen

Am stärksten sank die Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen (minus 15,7 Prozent) und bei Männern (minus 6,5 Prozent). Zudem dürfen sich Jugendliche darüber freuen, dass sich die Zahl der offenen Lehrstellen um 35,5 Prozent erhöhte.

Foto: APA/HANS KLAUS TECHT

Mehr Ältere und Menschen mit Beeinträchtigung arbeitslos

Bei Frauen gab es einen Rückgang von 3,2 Prozent, bei Ausländern von 3,7 Prozent (inklusive Schulungen gab es bei ausländischen Mitbürgern mehr Arbeitssuchende). Gänzlich anders sieht es hingegen bei Älteren (plus 3,5 Prozent ohne Job) und Menschen mit Beeinträchtigung (plus 6,3 Prozent) aus.

Foto: APA/HERBERT NEUBAUER, APA

"Aktion 20.000" gestartet: AMS und Stöger optimistisch

Die steigende Zahl der älteren Arbeitslosen führt AMS- Chef Johannes Kopf vor allem auf die Überalterung der Bevölkerung zurück. 982.000 Personen ab 50 Jahren hatten zuletzt einen Job, das sind im Jahresvergleich um 49.000 mehr. Allerdings sei es sehr schwer, Ältere am Arbeitsmarkt unterzubringen, die in den Krisenjahren zuvor ihren Job verloren haben und nun schon mehrere Jahre auf Arbeitssuche sind. Hier hofft Kopf auf die heute gestartete "Aktion 20.000"  der Bundesregierung, bei der ältere Langzeitarbeitslose gemeinnützige, staatlich geförderte Tätigkeiten erledigen.

AMS-Geschäftsführer Johannes Kopf
Foto: APA/Georg Hochmuth

Unterm Strich blickt Kopf sehr optimistisch in die nahe Zukunft: Es sei nun schon das zweite Mal, dass die Bundeshauptstadt Wien einen Rückgang bei der Arbeitslosigkeit aufweise - trotz starken Zuzuges von Flüchtlingen und EU- Bürgern sowie innerösterreichischer Wanderungsbewegungen. Ebenfalls positiv sei das Anziehen des Arbeitsmarktes in den konjunktursensiblen Bereichen Bau und Industrie, so Kopf.

"Keine Euphorie, aber es sind viele positive Signale"

Und auch Sozialminister Stöger blickt positiv in die Zukunft. "Wir schaffen mit der 'Aktion 20.000' zusätzliche Arbeitsplätze für die ältere Generation und geben Tausenden Betroffenen eine neue Perspektive in ihrem Leben", so der Minister in Linz vor Journalisten angesichts des Starts der "Aktion 20.000". Stöger sieht nun endgültig eine "Trendwende am Arbeitsmarkt" gekommen: "Wir brauchen keine Euphorie zu haben, aber es sind viele positive Signale." Stöger erwartet, dass sich die Situation noch weiter verbessern werde.

Sozialminister Alois Stöger
Foto: APA/Herbert Pfarrhofer

Studium keine Garantie für einen Job

Bildung ist zwar der zentrale Schlüssel zur Beschäftigung, aber selbst ein Uni- Abschluss ist keine Garantie für einen Job. Während im Juni im Jahresvergleich über alle Bildungsabschlüsse ein Rückgang bei der Arbeitslosigkeit verzeichnet wurde, gab es bei Akademikern ein Plus von 0,9 Prozent. Insgesamt waren im Vormonat 23.315 Akademiker arbeitslos gemeldet, dazu kamen 5.151 in Schulung (plus 26,7 Prozent). Zum Vergleich: Bei Facharbeitern sank die Zahl der Schulungen um 1,3 Prozent.

Zahlen in Österreich besser als im EU- Schnitt

Im EU- Vergleich liegt Österreich mit 5,4 Prozent Arbeitslosigkeit im besseren Drittel, der EU- Schnitt liegt bei 7,8 Prozent. Die besten Werte weisen Tschechien mit 3,2 Prozent und Deutschland mit 3,9 Prozent auf. Am anderen Ende stehen die Griechen mit einer Quote von 22,5 Prozent.

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