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23.07.2017 - 04:21
Die Einsatzkräfte der Bergrettung Kapfenberg versorgten die verletzte Alpinistin am Hochschwab.
Foto: Bergrettung Kapfenberg

Alpinistin (17) stürzt in Seil - schwer verletzt

07.09.2014, 13:02
Vor den Augen ihrer Mutter ist Samstagmittag am Hochschwab eine 17-jährige Steirerin acht Meter tief ins Seil gestürzt, wobei sie mehrere Male mit dem Körper gegen den Felsen prallte. Zwei Bergretter, darunter der Wirt der Voisthalerhütte, eilten zu Hilfe und leiteten eine beispielhafte Rettungsaktion ein.

Fünf Zweier- Seilschaften wollten am Samstag die 180 Meter hohe Wand bewältigen, doch mittags zog eine Schlechtwetterfront mit Nebel und Regen auf. "Daraufhin haben alle Alpinisten beschlossen, die Tour abzubrechen", sagt Rosemarie G. (54) aus Leitring, die mit ihrer Tochter Kristina, einer begeisterten Alpinistin, in die Kletterroute Domenigweg eingestiegen war.

Etwa 30 Meter oberhalb der Position ihrer Mutter schlug die 17- Jährige einen Ringhaken in den Felsen. "Dabei geschah das Unglück", berichtet Alpinpolizist Rieglthalner: "Der Haken brach aus, die Jugendliche stürzte acht Meter tief ins Seil." Dabei prallte die Jugendliche immer wieder gegen die Felswand.

"Rettungseinsatz war mehr als perfekt"

Der Zufall wollte es, dass sich in der Voisthalerhütte gerade der Bergretter Christian Schranz aus Kapfenberg aufhielt. "Ich habe die Hilfeschreie gehört, aber niemanden sehen können", sagt der 37- Jährige: "Mit Thomas Panhözl, dem Hüttenwirt, der seit kurzem bei der Bergrettung ist, bin ich zur Verletzten aufgestiegen. Sie war bei Bewusstsein. Dann ging es Schlag auf Schlag."

Rosemarie G.: "Der Rettungseinsatz war mehr als perfekt." Weil sich das Wetter aber weiter verschlechtert hatte, konnte der ÖAMTC- Helikopter - er kam aus Ybbsitz (NÖ) - nicht landen. Bergretter mussten die Verletzte auf einer Trage ins Tal bringen. Von dort aus wurde die Schülerin zum LKH Bruck geflogen. Sie liegt wegen eines Oberschenkelbruchs und eines Schädelhirntraumas auf der Intensivstation. Es besteht aber glücklicherweise keine Lebensgefahr.

Am Rettungseinsatz waren 31 Mann der Bergrettung Gebiet Hochschwab, die Feuerwehr Turnau, ein Hubschrauber des BMI, der Notarzthubschrauber sowie zwei Beamte der Alpinpolizei des Bezirks Bruck- Mürzzuschlag beteiligt.

07.09.2014, 13:02
Manfred Niederl, Kronen Zeitung
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