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29.06.2017 - 14:37
Nach 20 Jahren hat die Behörde Edith F. (67) den Behindertenpass gestrichen.
Foto: Peter Tomschi

8 Knieoperationen, 2 Bypässe: Behindertenpass weg!

10.02.2016, 08:00

Weil sie sich richtig verhalten wollte, hat eine Wiener Pensionistin nun den Scherben auf. Sie bat um Eintragung ihrer Hüft- , acht Knie- und zwei Bypassoperationen in den bestehenden Behindertenpass. Mit dem Ergebnis, dass ihr das Sozialministeriumsservice, ehemals Bundessozialamt, den Ausweis weggenommen hat!

Der Behindertenpass hat Edith F. bisher keine finanziellen Vorteile gebracht. Aber ein paar Annehmlichkeiten waren für die gehbehinderte 69- Jährige drin. Ihr Mann durfte sie etwa auf dem Friedhof mit dem Auto bis zum Grab der Eltern fahren, denn nach den zahlreichen Operationen ist ihr ein weites Gehen nur mit Krücken möglich.

Bekommen hatte Frau F. den Behindertenpass 1995 nach einer Hüftoperation. Der Behinderungsgrad wurde damals mit 60 Prozent festgelegt. Zwischen 2007 und 2015 folgten weitere notwendige Eingriffe an den Knien, ein Schlaganfall und die Bypassoperationen. Dennoch wurde der Pensionistin nun der Behindertenpass weggenommen und der Behinderungsgrad herabgestuft.

"Es ist für mich nicht nachvollziehbar. Mit einer Hüftoperation 60 Prozent, aber mit zwei neuen Hüften, acht Knieoperationen und zwei Bypässen stehen mir nur noch 40 Prozent und damit kein Ausweis mehr zu", sagt Edith F.

Gutacher: "Guter orthopädischer Zustand"

Das erscheint in der Tat unlogisch. Der vom Sozialministeriumsservice bestellte Gutachter - ein Arzt für Allgemeinmedizin - kam allerdings zu dem Schluss, dass Frau F. in einem guten orthopädischen Zustand sei und ihr auch die Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel zugemutet werden kann. "Ich habe ständig Schmerzen und kann kaum Stufen steigen", kontert diese. Ihre Einsprüche hat das Bundesverwaltungsgericht aber abgeschmettert.

Das Sozialministeriumsservice konnte der Ombudsfrau keine Details zu dem Fall nennen. Man warte noch auf die Entscheidung des Gerichts, teilte man mit. Zu einem Zeitpunkt übrigens, als Frau F. das Erkenntnis längst in Händen hielt...

10.02.2016, 08:00
Redaktion Ombudsfrau
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