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26.03.2017 - 15:25
Das Bundesministerium schrieb an die Schule: 37 Schüler sind "schulrechtlich nicht gedeckt".
Foto: CHRISTIAN JAUSCHOWETZ

37 Kinder in Schulklasse: Oma zeigt Direktor an

08.10.2014, 09:43
"Das Wohl meiner Enkelin steht an oberster Stelle" - betont Großmutter Christa Landl in einem Gespräch mit der "Krone", in der sie die Situation ihrer Enkelin schildert: "Im Schuljahr 2013/14 saß sie mit insgesamt 36 Jugendlichen in einer Klasse. Sie hat nicht auf die Tafel gesehen, und einige Lehrer haben ihre Mitarbeit komplett ignoriert", schildert die aufgebrachte Oma. Deshalb müsse ihre Enkelin nun zum dritten Mal in der dritten Klasse der HBLA für Landwirtschaft in der Salzburger Ortschaft Ursprung unterrichtet werden.

Das ließ sich Großmutter Landl nicht gefallen: "Ich möchte, dass alles fair abläuft. Es geht ja auch um die anderen Schüler in der Klasse, die ebenso beeinträchtigt sind wegen der Höchstzahl. Sechs Nachprüfungen bei insgesamt 37 Schülern, das sagt doch schon alles."

"Pädagogisch nicht sinnvoll"

Die resolute Frau zeigte deshalb den mittlerweile pensionierten Direktor und das Bildungsministerium an, woraufhin sofort ein Schreiben in die Lehranstalt flatterte. "Eine Klassengröße mit 37 Schülern ist schulrechtlich nicht gedeckt und pädagogisch nicht sinnvoll", hieß es in den Zeilen des Briefes vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, der an die Direktion adressiert war.

Amtierender Direktor: Schülerin überfordert?

Der jetzige Direktor der HBLA weiß allerdings nichts von dem Schreiben. Er hält sich bedeckt: "Wir starten jede erste Klasse mit 36 Schülern. Die Nachfrage ist groß, das freut uns. Natürlich sind 37 Jugendliche in einer Klasse viel, für eine Trennung der Gruppe fehlen uns aber räumliche und personelle Ressourcen." Zudem findet es der Direktor schade, "der Schule selbst die Schuld zuzuschieben". Vielleicht solle man sich fragen, ob die Jugendliche nicht einfach überfordert sei.

"Meine Enkelin wird ungerecht behandelt"

Christa Landl lässt sich jedoch nicht einschüchtern: "Ich kämpfe um das Wohl meiner Enkelin. Ich habe schon viele Anrufe von Lehrern bekommen, die mich stärken und sich freuen, dass endlich einmal wer durchgreift." Bei einer Konferenz am Donnerstag wird die Schulaufsicht den früheren Leiter zu der Causa befragen.

08.10.2014, 09:43
Jennifer Auinger, Kronen Zeitung
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