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08.12.2016 - 07:35
Foto: APA/HERBERT P. OCZERET (Symbolbild), Krone-Grafik

2.000 Beamte rüsten sich für Demos und Proteste

23.01.2014, 07:08
Der Akademikerball in der Wiener Hofburg naht - und die Polizei befindet sich in höchster Alarmbereitschaft. Nicht weniger als 2.000 Beamte sollen am Freitag bei drei großen Demonstrationen für Sicherheit und Ordnung sorgen. Eine Eskalation wird befürchtet - so wurde seitens der Demonstranten bereits im Vorfeld angekündigt, auch vor Gewalt nicht zurückschrecken zu wollen. Die Exekutive trifft deshalb besondere Vorkehrungen: Neben einem großräumigen Platzverbot wird in allen Bezirken innerhalb des Gürtels sogar ein Vermummungsverbot verhängt.

Mit einem Großaufgebot an Polizeikräften sollen am Freitag der reibungslose Ablauf des Balles und die Gewaltfreiheit der Proteste garantiert werden. Neben Verkehrspolizisten, Experten des Verfassungsschutzes, Diensthundeführern und WEGA- Kräften soll es auch Unterstützung von Beamten aus den Bundesländern geben. Insgesamt werden rund 2.000 Polizisten ein wachsames Auge über die drei Hauptdemonstrationszüge haben, die mit jeweils etwa 1.500 Teilnehmern durch die Straßen Wiens ziehen werden.

Besonders prekär: Die Demonstranten dürften auch Unterstützung aus Deutschland bekommen. Von zumindest sieben Bussen mit großteils gewaltbereiten und möglicherweise auch bewaffneten Insassen wisse man aus sicherer Quelle, berichtete Erich Zwettler, Leiter des Wiener Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung, kurz LVT. "Wir wissen, dass deutsche Aktivisten wesentlich brutaler vorgehen, als hierzulande üblich", so Zwettler, weshalb man auch versuchen werde, die Insassen bereits bei der Anreise zu kontrollieren - sofern man rechtzeitig Kenntnisse über den Anfahrtsweg der Busse erhalte.

"Wer kann, sollte die Innenstadt meiden"

Doch auch rund um die Hofburg trifft die Polizei umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen. So wird ein großräumiges Platzverbot rund um den Heldenplatz verhängt (siehe Grafik), das sich von der Oper bis zum Burgtheater erstreckt. Zudem dürfen sich in den Bezirken Innere Stadt, Leopoldstadt, Landstraße, Wieden, Margareten, Mariahilf, Neubau, Josefstadt und Alsergrund keine Menschen an öffentlichen Orten aufhalten, "die ihre Gesichtszüge durch Kleidung oder andere Gegenstände verhüllen oder verbergen", heißt es seitens der Polizei. "Wer kann, sollte die Innenstadt meiden", so der Rat des LVT- Chefs.

Das gilt übrigens auch für alle Verkehrsteilnehmer. Denn schon am Freitagnachmittag wird mit umfangreichen Staus und Behinderungen zu rechnen sein - die inneren Bezirke sollten daher ab 16 Uhr gemieden werden. Auch der Öffi- Verkehr ist von den erwarteten Protesten, den polizeilichen Maßnahmen sowie vom Ball selbst betroffen. So werden die Buslinien 1A, 2A und 3A eingestellt, die Ringstraßenbahnlinien kurzgeführt.

23.01.2014, 07:08
AG/red/Kronen Zeitung
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