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05.12.2016 - 02:32
Foto: APA/HERBERT PFARRHOFER (Symbolbild)

18- Jähriger drohte Opfer vor Gericht - verurteilt

04.07.2016, 14:51

Weil er bei seiner Verurteilung im vergangenen Mai völlig ausgerastet war, hat sich am Montag ein 18- jähriger Räuber erneut vor Gericht verantworten müssen. Die erste Haftstrafe von zwei Jahren war dem Angeklagten ungerechtfertigt erschienen, weshalb er sein Opfer noch im Gerichtssaal mit dem Tod bedrohte. Der junge Mann ist bereits mit fünf Vorstrafen belastet.

Er habe "halt einen Auszucker g'habt", sagte der Angeklagte, der wegen Handyraubes - Opfer war ein zwei Jahre jüngerer Jugendlicher - am 13. Mai vor Gericht gestanden war. Nach der Urteilsverkündung trat er damals erst wild um sich und drohte seinem Opfer dann mit Mord. "Ich erwisch dich, ich erwisch dich! Sei froh, dass ich dich nicht gleich umbringe!", soll der 18- Jährige nach der Gerichtsverhandlung noch im Saal geschrien haben.

"Er war extrem aggressiv"

Die Staatsanwältin, die während dieser Äußerung direkt neben ihrem Mandanten gestanden war, leitete ein Verfahren wegen gefährlicher Drohung ein und fungierte bei der Verhandlung am Montag als Zeugin. "Er war extrem aggressiv", schilderte sie. "Es war eine eindeutige Todesdrohung." Der 18- Jährige, der laut psychiatrischem Gutachten an einer paranoiden Psychose leidet, erhielt nun eine Freiheitsstrafe von einem Monat. Im Gegensatz zur Verhandlung im Mai verhielt sich der junge Mann diesmal ruhig.

Seinen Ausraster im Mai begründete der 18- Jährige am Montag mit einem "Ausnahmezustand", in dem er sich befunden hatte. Er habe das Urteil nicht verstanden und fühlte sich ungerecht behandelt. "Das war mein erster Raub. Noch dazu war es kein schwerer Raub. Für so was zwei Jahre? Noch dazu war ich damals Jugendlicher", so der Angeklagte.

04.07.2016, 14:51
AG/red
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