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22.08.2017 - 06:35
Dir. Othmar Weißenböck (NMS Feldkirchen) sagt: Bei einer guten Schule ist es egal, wie sie heißt."
Foto: Markus Schütz

Zurück zur Hauptschule ist kein Thema mehr

06.03.2015, 06:00
"Fünf, setzen!" So schlimm empfinden die Direktoren in OÖ das schlechte Abschneiden der Neuen Mittelschulen nicht, haben auch nicht erwartet, Superschüler zu produzieren. Zurück zur Hauptschule will niemand.

"Das Ergebnis war zu erwarten, denn wir haben ja jetzt keine anderen Schüler", sagt Ursula Ortmann, die in Steyr die NMS Ennsleite leitet. Denn bereits vorm offiziellen Umstieg von HS auf NMS habe man schon die neuen Methoden wie "Team Teaching" oder "eigenverantwortliches Lernen" in den Klassen praktiziert. Im neuen System ist für die Direktorin die Abschaffung der Leistungsgruppen ein großer Schritt nach vorne: „Die Schüler wissen jetzt, wo sie hingehören, die Gemeinschaft in der Klasse ist viel besser geworden." Außerdem sei die Zahl der Wiederholungsprüfungen erkennbar gesunken. In Feldkirchen an der Donau schafft es Direktor Othmar Weißenböck mit Müh' und Not, die Vorgabe, dass in Hauptfächern zwei Lehrer in der Klasse stehen, "voll durchzuziehen". Sollten aber weitere Sparmaßnahmen kommen, wird es sich nicht mehr ausgehen. Bei den Lernergebnissen habe sich durch das Umtaufen von HS in NMS nicht viel geändert: "Wir haben schon immer von unseren Schülern Leistungen gefordert. Und da ist es egal, wie man die Schule nennt." Das Doppel- Lehrer- System lobt auch er: "Es ist in den Klassen ruhiger geworden, es wird intensiver gearbeitet."

System ab Herbst flächendeckend

In der NMS 1 in Wels sieht Direktorin Judith Greifeneder auch die Umstellung auf mehr "Individualisierung und Förderung der Stärken statt ständigem Frontalunterricht" positiv: "Wir können mehr Kinder besser erreichen." In Oberösterreich wird spätestens heuer im Herbst das NMS- System flächendeckend sein. Derzeit sind 193 der 215 Pflichtschul- Standorte "umgestellt". Jene Kinder, die heuer noch als Hauptschüler begonnen haben, waren die letzten – sie werden aber bis zur 4. Klasse im alten System mit den Leistungsgruppen bleiben.

06.03.2015, 06:00
Markus Schütz, Kronen Zeitung
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