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18.08.2017 - 13:07
Foto: Andreas Tischler

Zogajs könnten in drei Wochen wieder zurück sein

13.11.2010, 08:06
Die Rückkehr von Arigona Zogaj, ihrer Mutter und den beiden Geschwistern aus dem Kosovo wird von der Volkshilfe in drei Wochen erwartet. Schlecht angekommen ist diese Nachricht bei den Bewohnern von Frankenburg, wo die Zogajs gelebt haben. Das zeigte ein Lokalaugenschein der "Krone".

Die Frankenburger sind gemütliche Leute. Sie reden auch jeden Fremden mit "Du" an und präsentieren gern ihren frisch gewählten Faschingsprinzen. Doch spricht man das Wort "Arigona" aus, versteinern sich die Gesichter. Kaum jemand ist glücklich damit, dass die Zogajs bald zurückkommen sollen. Im Kaffeehaus hört man, die mittlerweile 18- jährige Arigona habe sich zuletzt schon benommen wie ein arroganter Star und in Geschäften nicht einmal mehr bezahlen wollen.

Ob die Geschichten wahr sind, weiß keiner. Aber alle glauben sie. Schuld an allem seien die Politiker: "Die haben die ganze Geschichte schlecht gelöst. Wenn sie die Zogajs nicht wollen, hätten sie auch gar nicht so lange dableiben dürfen", sagt eine 19- Jährige von der örtlichen Trafik.

Angst, Kritik zu äußern

Älteren Frankenburgern ist vor allem eins ein Dorn im Auge: "Wie kann eine Mutter zulassen, dass ihre zwei kleinen Kinder vorerst alleine abgeschoben werden?" Nurie Zogaj sei zudem auch gar nicht so krank und hätte mit Spendengeldern eingekauft. "Wir müssen für unser Geld hart arbeiten", stört das eine 26- Jährige.

Fotografiert werden wollen im Ort die wenigsten, es seien schon zwei Männer in Frankenburg zusammengeschlagen worden, weil sie sich im TV kritisch geäußert hätten. Und der nun erneut drohende Medienrummel kann den meisten gestohlen bleiben, so wie die Zogajs selbst. Tenor: "Arigona, komm' nie wieder!"

von Jasmin Garderer, "OÖ Krone"

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