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20.08.2017 - 20:12
Die Sanierung der Steyregger Brücke wirbelt viel Staub auf
Foto: © Harald Dostal / 2017

Zickzack- Kurs Lugers sorgt für heftige Kritik

27.07.2017, 05:36

Scharfe Töne in Richtung des Linzer Bürgermeisters Klaus Luger kommen von der ÖVP und den Grünen! Wie berichtet, soll der SPÖ- Politiker im Gemeinderat dem Bau eines zweiten Radweges auf der Steyregger Brücke zugestimmt, FPÖ- Verkehrslandesrat Günther Steinkellner dann aber Gegenteiliges mitgeteilt haben.

"Es kann nicht sein, dass Bürgermeister Luger nach einem mehrheitlich gefassten Gemeinderatsbeschluss für das Projekt im Nachhinein einfach selbstständig die Position der Stadt ändert", tobt  Martin Hajart. Was den ÖVP- Klubobmann empört? Der Gemeinderat hat am 20. Oktober 2016 mehrheitlich eine Resolution an Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner (FPÖ) verabschiedet.

Verkehrsstadtrat hat Förderung zugesagt

In der Folge schrieb Luger dem Landespolitiker aber, dass seitens der Stadt der oberwasserseitig errichtete Rad- Fußweg auf der Steyregger Brücke ausreichend sei. "Das war aber nur eine Reaktion auf ein Schreiben von Steinkellner. Da habe ich erfahren, dass wir bei den Kosten für den Ausbau mitfinanzieren müssten. Da ziehe ich nicht mit", erklärt Luger. Dieses Argument lässt ÖVP- Politiker Hajart aber nicht gelten: "Luger hat noch vor der Gemeinderatsentscheidung gewusst, dass es für das Projekt auch eine finanzielle Beteiligung der Stadt Linz brauche."

Die FPÖ hat die Kostenübernahme bei einem Radweg- Ausbau thematisiert und die Resolution abgelehnt. Grünen- Gemeinderätin Ursula Roschger stellt Lugers Demokratieverständnis in Frage: "Dass seine eigene Partei den Ausbau des Radweges unterstützt, scheint den Bürgermeister genauso wenig zu interessieren wie der mit großer Mehrheit gefasste Beschluss des Gemeinderates!" Verärgert ist auch die Radlobby Steyregg: "Der Linzer Verkehrsstadtrat Markus Hein hat uns zweimal die Förderung zugesagt. Er stellte uns 50.000 bis 100.000 Euro in Aussicht", sagt Radlobby- Sprecher Gerhard Fischer.

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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