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21.08.2017 - 15:57
Foto: © [2009] JupiterImages Corporation

Wespenstiche sind lebensbedrohlich - zwei Tote

12.08.2009, 23:59
Zwei Menschen sind in diesem Sommer in Oberösterreich an Wespenstichen gestorben, zahlreiche Opfer mussten zur Schockbehandlung in Spitäler. Experten warnen: Umweltgifte machen einerseits Menschen empfindlicher und allergieanfälliger, andererseits das Gift der Wespen gefährlicher. Die Angst vor Insekten steigt.

Heuer gab es in Oberösterreich wegen Wespen, Hummeln und Hornissen bereits 2.400 Feuerwehreinsätze – im gesamten Vorjahr waren es nur 1.848. Dass solche Einsätze mindestens so gefährlich wie Brandeinsätze sein können, ist den wenigsten bewusst. „Denn durch den ständigen Kontakt mit Industrie- und Autoabgasen werden die Menschen immer anfälliger für Allergien, also auch für  das Gift der Wespen“, erklärt Biologe Martin Schwarz vom Linzer Biologiezentrum.

"Allergische Reaktion kann ganz plötzlich auftreten"

Zusätzlich ist der Gesundheitszustand der Menschen durch Impfungen erheblich geschwächt. Auch Gestochene, die noch nie mit einem Schock reagiert haben, können nicht sicher sein. „Eine allergische Reaktion kann ganz plötzlich auftreten, selbst wenn der Patient zuvor nie auf das Wespengift überreagiert hat“, berichtet   Primar Klaus Schmitt, Leiter des Linzer Kinderkrankenhauses. Die Ursachen für diese plötzliche körperliche Reaktion sind ungeklärt.

Vorsicht bei Essen und Trinken im Freien

Als Vorbeugung gegen die „Wespenbedrohung“ empfiehlt der Primar, Essen im Freien zu vermeiden. Besondere Vorsicht gilt auch beim Trinken aus Dosen, da darin versteckt Wespen lauern können.

Ein Arzt sollte nach einem Stich nicht nur bei einem Allergieschock aufgesucht werden, sondern auch, wenn die Mundregion betroffen ist. Denn die Schwellung, die durch das Wespengift verursacht  wird,  kann die Atmung schwer beeinträchtigen. Auch ein „Nachschwellen“ am Tag nach der Attacke kann eintreten.

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