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22.09.2017 - 03:09
Foto: APA/HELMUT FOHRINGER

Weniger Straftaten und mehr geklärte Fälle - bravo!

19.01.2010, 17:13
Die Gauner reut's, die Polizei freut's: Die Jahreskriminalstatistik 2009 weist in Oberösterreich - im Gegensatz zum Bundestrend - weniger Straftaten und mehr Klärungen als im Vorjahr auf. So weit so gut! Eine interne Umstellung sorgt bei den Chefs dennoch für Bauchweh: Seit heuer ist die Kriminalstatistik nämlich eine streng wissenschaftliche Angelegenheit...

Seit 1. Jänner 2010 werden sämtliche Anzeigen - anders als bisher - sofort und unmittelbar vom System erfasst. Die gesammelten Daten werden von der Uni Wien überprüft und mit ausgewertet. Deshalb sind künftige Vergleiche mit den Vorjahren zumindest für die Übergangsphase nicht sinnvoll - etwaige Erfolge lassen sich also schlechter verkaufen als bisher.

Oberösterreich auf Rang drei

Die (noch herkömmliche) Jahresstatistik für 2009 stellt Oberösterreich jedenfalls wieder ein sehr gutes Zeugnis aus: Die Anzahl der angezeigten Fälle ging um 2,4 Prozent auf 74.626 Delikte zurück, gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote um 2,2 Prozent auf 50,2 Prozent. "Mit diesem Spitzenwert befindet sich Oberösterreich als erstes großes Bundesland auf Platz drei hinter Vorarlberg und dem Burgenland", erklärte Sicherheitsdirektor Alois Lißl zufrieden.

Eigentumsdelikte stark zurückgegangen

Die Anzahl der Eigentumsdelikte ging sogar markant zurück: "Nur" 46.840 Fälle ist eine fast historische Verbesserung - dieser Wert war seit zehn Jahren nicht so niedrig! Besorgniserregend ist hingegen die Zunahme an jugendlichen Kriminellen. Im Vorjahr wurden 6.100 Teenager angezeigt. Zwar um 2,3 Prozent weniger als noch 2008, doch immer noch viel zu viele. Lißl: "Hier ist vor allem die Gesellschaft gefordert."

von Christoph Gantner (Kronen Zeitung) und krone.at

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