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17.08.2017 - 15:52
Foto: APA/HARALD SCHNEIDER

Warum wir welche Partei wählen

25.09.2008, 14:06
Das Linzer Meinungsforschungsinstitut IMAS hat untersucht, warum die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher bei der kommenden Nationalratswahl welche Parteien wählen. An oberster Stelle stehen das Verständnis für soziale Probleme und der Einsatz der Parteien für österreichische Anliegen.

Die Meinungsforscher gehen davon aus, dass Wahlentscheidungen zumeist das Ergebnis von sehr vielen und verschiedenartigen Überlegungen sind. Deshalb erkundigte sich IMAS bei den Wählern, was ihnen im Hinblick auf die bevorstehende Nationalratswahl so alles durch den Kopf geht. Die meisten (41 Prozent Nennungen) beschäftigt die Frage, welche Partei das größte Verständnis für die sozialen Probleme der Menschen hat. An zweiter Stelle steht die Frage, welche Partei oder welcher Politiker sich besonders für die Interessen der Österreicher einsetzt (40 Prozent).

Interessant: Wirtschaftliche Gegenwartsprobleme

Nur eine Spur geringer - jeweils 37 Prozent - ist die Neugier an den Zielsetzungen der Parteien sowie daran, welche politischen Kräfte am ehesten in der Lage sind, die wirtschaftlichen Gegenwartsprobleme zu lösen. 36 Prozent stellen Überlegungen an, welche Parteien nach der Wahl miteinander regieren können. 35 Prozent fragen sich, ob man den Versprechen der Parteien vertrauen kann.

Mittlere Bedeutung: Kanzlertauglichkeit, Recht und Ordnung

Von mittlerer Bedeutung ist für die Wähler, welcher Spitzenkandidat sich am ehesten für die Kanzlerschaft eignet und wer sich besonders für Recht und Ordnung einsetzt (jeweils 30 Prozent). Ebenfalls von mittlerer Wichtigkeit ist die Frage, welcher Politiker beziehungsweise welche Partei vertrauenswürdig ist und wer am meisten gegen die Überfremdung durch Ausländer tut (jeweils 29 Prozent).

Weniger wichtig: Wahlkampfkosten, Modernität

19 Prozent interessieren sich dafür, wie viel die Wahlwerbung kostet, ebenso viele, welche Partei beziehungsweise welcher Politiker besonders moderne und fortschrittliche Ideen zu bieten hat. Nur 17 Prozent machen sich eigenen Angaben zufolge Gedanken darüber, wie die Spitzenpolitiker im Fernsehen bei Diskussionen oder Interviews wirken. "Hier wird die unterbewusste Wirkung von Bildschirmerlebnissen auf die politische Meinungsbildung von den Wählern sehr wahrscheinlich ein wenig unterschätzt", merkt IMAS dazu an.

Kaum Interesse an Meinungsumfragen und Integration

Noch geringer (zwölf Prozent Nennungen) ist die Aufmerksamkeit dafür, wie die Parteien gerade in den Meinungsumfragen liegen. Nur zehn Prozent stellen Überlegungen an, wer sich für die Integration und das Zusammenleben mit den Ausländern einsetzt.

Das Meinungsforschungsinstitut hat bei einer Umfrage 1.002 repräsentativ ausgewählte Personen ab 16 Jahren Ende August und Anfang September befragt.

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