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18.08.2017 - 05:43
Foto: APA/BFKDO SCHÄRDING/SiD

Vermisstenfall in Oberösterreich wird zum Krimi

09.08.2011, 09:09
Nun haben endgültig die Ermittler der Mordgruppe des oberösterreichischen Landeskriminalamts den unheimlichen Vermisstenfall von Kopfing bei Schärding in die Hand genommen. Die Kriminalisten sollen klären, warum und wohin der Schlosser und zweifache Vater Manfred Hofer so plötzlich verschwunden ist und nur eine Blutspur hinterließ.

Tagelang war von mehr als 100 Feuerwehrleuten, Diensthundestreifen, Cobra- Tauchern und sogar mit einem Hubschrauber mit Wärmebildkamera nach Manfred Hofer gesucht worden. Doch der 38- jährige Innviertler ist weiterhin wie vom Erdboden verschluckt. "Wir haben in zweieinhalb Kilometern Umkreis alles abgesucht, jeden Hochstand, jeden Stadel, alles", so Chefinspektor Erich Allmer, Leiter der Mordgruppe des LKA. Am Montag wurden die Suchaktionen schließlich eingestellt, denn "wir wissen nicht, wo wir noch nachschauen könnten".

Polizei steht vor einem Rätsel

Während die Kriminalisten nun das Umfeld von Manfred Hofer nochmals genauer unter die Lupe nehmen wollen, wurden in Kopfing Gerüchte laut, dass der zweifache Vater Opfer eines Mordes geworden sei. Das spurlose Verschwinden des Schlossers ist natürlich der ideale Nährboden für solche Spekulationen. Besonders die Tatsache, dass in der Werkstatt etwa ein Dreiviertelliter Blut geflossen ist, kurbelt die Mutmaßungen beträchtlich an.

Weiteren Anlass zum Rätselraten geben auch die widersprüchlichen Angaben zum derzeitigen Ermittlungsstand. "Ein Fremdverschulden schließen wir beim derzeitigen Ermittlungsstand dezidiert aus. Das Spurenbild zeigt eindeutig, dass keine zweite Person in der Werkstatt beteiligt war", fasst Chefinspektor Allmer die bisherigen polizeilichen Erkenntnisse zusammen. "Das Vertrackte ist nur, dass es auch für eine Selbstmordversion keine Hinweise gibt. Andererseits schließen wir aber auch einen Unfall aus."

Mit abgebundener Wunde verschwunden?

Laut Gerichtsmediziner habe der 38- Jährige trotz des Blutverlusts noch weit marschieren können. Die DNA- Analyse von der Blutlacke wird für Mittwoch erwartet. Der Schlosser dürfte am Freitag bereits gegen 5 Uhr zu arbeiten begonnen haben. Rund zwei Stunden später bemerkte ein Kunde die Lache.

Die Ehefrau des Schlossers erstattete in der Vorwoche Vermisstenanzeige, nachdem sie ihren Mann nicht finden konnte. An beiden Türschnallen des Werkstatteingangs befand sich Blut, ebenso noch vor der Werkstatt, danach verlor sich die Spur. Hofer könne sich die Wunde auch abgebunden haben, so die Polizei.

09.08.2011, 09:09
Christoph Gantner, Kronen Zeitung/red
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