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26.09.2017 - 07:42

Verkehrsunfall mit zwei Toten: 2 Jahre Haft für Lenker (27)

20.08.2012, 16:41
Zwei Jahre Haft, davon acht Monate unbedingt – mit diesem Urteil ist am Montag am Landesgericht Linz der Prozess gegen einen 27-jährigen Bosnier zu Ende gegangen, der im Februar als Cabrio-Lenker einen Verkehrsunfall verursacht hatte, bei dem zwei Männer getötet und eine Frau verletzt worden waren.

Der kraftfahrtechnische Sachverständige sprach im Prozess von einem "Katastrophen- Unfall": Das Cabrio eines alkoholisierten, übermüdeten 27- jährigen Bosniers kam am 3. Februar gegen 3 Uhr auf der Donaubundesstraße im Gemeindegebiet von Steyregg auf dem Heimweg von einer Disco mit überhöhter Geschwindigkeit von der Fahrbahn ab. Das Auto flog durch die Luft und prallte gegen zwei Bäume. Es wurde in mehrere Teile zerrissen. Alle vier nicht angeschnallten Insassen wurden herausgeschleudert.

Verwirrte Mitfahrerin wurde aufgelesen

Eines der Unfallopfer, eine 26- jährige Slowakin, konnte trotz ihrer schweren Verletzungen zurück auf die Straße kriechen und wurde dort von einem vorbeifahrenden Lenker aufgelesen. Er brachte sie zu den Eltern ihres Freundes, der ebenfalls im Auto gewesen war. In ihrer Verwirrtheit glaubte die junge Frau, sie sei überfallen worden. Das Ehepaar wollte sie ins Krankenhaus fahren. Dabei entdeckte es den Unfall. Der Sohn des Paares und ein weiterer Wageninsasse waren tot. Der Bosnier überlebte schwer verletzt.

Bosnier will sich nicht erinnern können

Vor Gericht erklärte der 27- Jährige, er könne sich nicht an das Unfallgeschehen erinnern und wisse nicht, ob er gefahren sei. Die Slowakin nannte ihn hingegen als Lenker. Der kraftfahrtechnische Sachverständige bezeichnete ihre Angaben aufgrund der Bewegung der Insassen beim Aufprall auf die Bäume, ihrer Lage am Unfallort sowie der DNA- Spuren des Angeklagten auf dem Fahrerairbag als plausibel. Daraufhin bekannte sich der Bosnier schuldig im Sinne der Anklage.

27- Jähriger könnte Haft mit Fußfessel absitzen

Da der unbedingte Strafteil unter einem Jahr beträgt, könnte er diesen mit einer Fußfessel im Hausarrest absitzen und dabei arbeiten gehen, wenn die Anstaltsleitung dem zustimmt, stellte der Richter fest. Zusätzlich zur Strafe wurde die noch nicht beendete dreijährige Probezeit für eine frühere Verurteilung wegen Körperverletzung auf fünf Jahre verlängert. Zudem sprach das Gericht den Eltern des einen Getöteten Trauerschmerzensgeld von 500 Euro pro Person, der Verlassenschaft den Ersatz der Begräbniskosten sowie der einzigen Überlebenden 1.000 Euro Schmerzensgeld zu.

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20.08.2012, 16:41
AG/red
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