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19.08.2017 - 23:07
Das Schreiben oder Lesen von Kurznachrichten am Handy während des Lenkens gefährdet die Sicherheit
Foto: KRONEN ZEITUNG

Unfall wegen SMS von Mami

17.05.2017, 15:56

Die Mami schickte Kurznachrichten aufs Handy des Sohnes - und der schaute deswegen immer wieder auf sein Smartphone, obwohl er gerade mit dem Auto unterwegs war. In Waldneukirchen kam er deswegen in einer Kurve von der Straße ab, überschlug sich mit dem Wagen. Jetzt liegt er verletzt im Steyrer Krankenhaus.

Die Benützung eines Mobiltelefons wirkt sich beim Lenken eines Autos wie eine Alkoholisierung von 0,8 Promille aus. Dennoch telefonieren etwa 60 Prozent der Lenker, jeder fünfte schreibt und jeder dritte liest laut "Verkehrsclub Österreich" am Steuer  Kurznachrichten - dadurch erhöht sich die Unfallgefahr  aber um das acht- bis 23- fache!

Jährlich 150.000 Strafen wegen Handy am Steuer

Pro Jahr werden österreichweit um die 150.000 Lenker bei der Benützung des Handys am Steuer erwischt und bestraft - die Dunkelziffer liegt allerdings höher. Vor allem nach Verkehrsunfällen liegt es beim Lenker, was er als Unfallursache angibt. Nur die wenigsten geben zu, dass Ablenkung durch das Mobiltelefon schuld war.

Beim Nachrichten- Lesen überschlagen

In Waldneukirchen war ein verunglückter 26- Jähriger aus Adlwang aber ehrlich, erzählte den Polizisten, dass er Dienstagnacht bei der Fahrt auf der Mandorfer Straße Richtung Sierning mehrere Nachrichten von seiner Mutter aufs Mobiltelefon bekam und die Kurznachrichten auch gelesen hat. Gegen 21.55 Uhr kam er deswegen dann in einer Rechtskurve von der Fahrbahn ab, geriet über einen Gehsteig auf eine Böschung, streifte Thujen und wurde zurück zur Straße geschleudert, wo sich das Fahrzeug überschlug. Der 26- Jährige musste verletzt ins Spital.

Johann Haginger, Kronen- Zeitung

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