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18.08.2017 - 22:19
Aufregung im Klinikum Wels.
Foto: Markus Wenzel

TBC- Alarm im Welser Krankenhaus!

08.12.2016, 03:00

Wieder TBC- Alarm! Dieses Mal in Wels, wo ein Patient (84) schwer hustend samt Auswurf auf der urologischen Abteilung lag und andere Patienten schon drängten, dass dieser verlegt und untersucht wird. Inzwischen ist der Mann tot - Diagnose: Tuberkulose. Jetzt müssen Zimmernachbarn und Spitalspersonal zur Untersuchung!

"Ich bin vier Tage neben ihm im Zimmer gelegen. Es war schlimm, mitanzusehen. Wir haben Ärzte schon angesprochen", erinnert sich ein Welser (46), der jetzt vom Welser Gesundheitsamt zur TBC- Vorsorge- Untersuchung geladen wurde. Wie sich zwei Tage nach der Entlassung des Welsers herausstellt, litt der betagte türkischstämmige Patient, der wegen einer urologischen Erkrankung ins Welser Spital gekommen war, an schwerer, ansteckender Tuberkulose. "Der Patient wurde sofort mit Auftreten des TBC- Verdachts isoliert und alle Schutzmaßnahmen gemäß Hygienebestimmungen eingeleitet. Es erfolgte nach gesetzlichen Vorgaben die Meldung an die zuständige Behörde", teilte das Klinikum Wels- Grieskirchen auf "Krone"- Anfrage mit. Dass man zu spät auf TBC untersucht habe, wird verneint, die erste Untersuchung war am 19. November - am 23. kam die TBC- Bestätigung, sagt Spitals- Sprecherin Kerstin Pindeus. Die ganze Zeit blieb der Patient aber auf der Urologie im Vierbettzimmer.

Ärzte, Pfleger und Angehörige werden untersucht

"Wir haben den Patienten  angeboten, dass  Angehörige, die ihn im Spital besucht haben, ebenfalls zum Lungenröntgen kommen können", sagt die Welser Amtsärztin Sabine Lausecker und ergänzt: "Es läuft eine umfassende Umgebungsuntersuchung. Das heißt, es werden  Kontaktpersonen wie Ärzte, Pflegekräfte, Angehörige und Zimmerkollegen auf eine etwaige Ansteckung untersucht." Etwa 50 Personen, davon 30 Spitalskräfte, sind betroffen.
Eine Untersuchung läuft - wie berichtet - auch in Linz, wo vor zwei Wochen eine HLW- Schülerin (18) an TBC erkrankt war. Hier werden 44 Angehörige, Freunde und Lehrer untersucht. Bisher wurde  keine Ansteckung diagnostiziert.

Redakteur
Markus Schütz
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