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20.09.2017 - 19:26
Foto: Johannes Markovsky

Tausende Opfer vermutet - Nerven liegen blank

06.10.2008, 10:29
Oberösterreichs Ärzte fühlen sich durch Patientenanwälte-Sprecher Gerald Bachinger in ihrem Berufsethos gekränkt: Bis zu 6.000 Menschen, so Bachinger, könnten jährlich in Österreich durch Kunstfehler sterben. Panikmache mit falschen Zahlen, kontert Ärztekammer-Präsident Peter Niedermoser.

Bei den Medizinern liegen die Nerven blank, seit der niederösterreichische Patientenanwalt und bundesweite Sprecher der Patientenvertreter in einem Radiointerview darüber klagte, dass es in Österreich keine genauen Erhebungen über Behandlungsfehler gebe - und auch zu wenig Problembewusstsein dafür. Im Vergleich mit nicht näher zitierten ausländischen Zahlen schätzte er die Dunkelziffer auf 3.000 bis 6.000 mögliche Todesopfer im Jahr.

Niedermoser attestiert heimischen Spitälern vorbildliches Risikomanagement

Das wären doppelt so viele, wie durch Verletzungen sterben, hält Niedermoser die Schätzung für an den Haaren herbeigezogen: "Als Pathologe weiß ich, dass eine solche Anzahl nicht unbemerkt bleiben könnte". Schon gar nicht beim vorbildlichen Risikomanagement, das Spitalsarzt Niedermoser den heimischen Spitälern attestiert.

Schlecht zu sprechen auf Bachinger ist er schon seit mehreren Wochen: Der Patientenanwalt hatte alle gemeldeten Spitalsprobleme als Ärztepfusch tituliert. Auch unvermeidliche Komplikationen, Verrechnungsfehler und Beschwerden über die Hotel- Komponente der Spitäler, so Niedermoser.

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